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Gedenkfeier zum 78. Jahrestag der Luftschlacht über dem Seulingswald

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Erinnerten an der Fliegergedenkstätte an die Luftschlacht: (von links) Marc Schul, Dirk Noll, Wilfried Hagemann, Dr. Michael Koktysz, Karl Teichmann und Gerhard Otto.
Erinnerten an der Fliegergedenkstätte an die Luftschlacht: (von links) Marc Schul, Dirk Noll, Wilfried Hagemann, Dr. Michael Koktysz, Karl Teichmann und Gerhard Otto. © Märthe Werder

Anlässlich des 78. Jahrestages der Luftschlacht über dem Seulingswald hat an der Fliegergedenkstätte in Ludwigsau eine Gedenkfeier stattgefunden.

Ludwigsau – Bürgermeister Wilfried Hagemann gedachte gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll, Ehrenbürgermeister Thomas Baumann und weiteren Besucherinnen und Besuchern der dramatischen Luftschlacht von 1944.

Der Kampf am Himmel zwischen amerikanischen und deutschen Fliegern forderte damals 136 Tote. „Wir gedenken heute der Vergangenheit, mahnen aber auch an die Zukunft“, sagte Bürgermeister Hagemann. Immer mehr Menschen hätten Angst um die Zukunft von Deutschland und Europa, sagte Hagemann. „Der Angriff auf die Ukraine trifft ein Land, gilt aber ganz Europa“, betonte er. Nur gemeinsam können Krisen bewältigt werden, sagte der Bürgermeister und bezog sich darauf, dass Zusammenarbeit aktuell wichtiger denn je sei. Aus Amerika konnten in diesem Jahr keine Gäste vor Ort dabei sein, Hagemann sagte aber, dass ein regelmäßiger Kontakt bestehe. Zudem gedachte er dem bereits verstorbenen Initiator der Gedenkstätte, Walter Hassenpflug.

Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll äußerte sich ebenfalls zu den aktuellen Geschehnissen. „Trotz Mahnungen vieler Zeitzeugen scheint es nicht möglich zu sein, den globalen Frieden zu halten“, betonte Noll in Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Durch die Erinnerung an die Luftschlacht zeigen die Besucher Achtung vor der Würde des Menschen, sagt er. „Der Tod gehört zum Leben dazu. Der Tod durch Krieg jedoch ist nicht zu tolerieren“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete. Die Versöhnung und Freundschaft mit den amerikanischen Bürgern, sollen den Menschen Kraft geben, um den Frieden als oberstes Ziel zu bewahren, so Noll.

Jürgen Sprenger begleitete die Gedenkfeier auf seiner Trompete. Bei den Liedern „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und „Auld Lang Syne“ summten einige Besucher leise mit. Sonst herrschte eine respektvolle Ruhe.

Marc Schul, Gerhard Otto und Karl Teichmann standen an der Gedenkstätte Ehrenwache. Auch Martin Brunotte, der Sohn eines seinerzeit mitkämpfenden deutschen Fliegers, war vor Ort. (Märthe Werder)

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