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Sturmbilanz: Wald im Landkreis wohl weniger betroffen als befürchtet

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Von: Matthias Haaß

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Sturmeinsatz: Das Sturmtrio Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ machte den Wehren im Landkreis einige Arbeit. Vielerorts mussten auf Straßen gefallene Bäume beseitigt werden.
Sturmeinsatz: Das Sturmtrio Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ machte den Wehren im Landkreis einige Arbeit. Vielerorts mussten auf Straßen gefallene Bäume beseitigt werden. © Feuerwehr Gilserberg

Es war ein stürmisches Wochenende. Auf die beiden Sturmtiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ folgte in der Nacht von Sonntag auf Montag „Antonia“. Stellenweise verzeichneten die Wetterdienste in den vergangenen Tagen orkanartige Böen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 120 Kilometer in der Stunde.

Schwalm-Eder. Von Donnerstag bis Montag zählte die Leitstelle des Schwalm-Eder-Kreises insgesamt 162 Einsätze der Feuerwehren, die im Zusammenhang mit den Stürmen standen – wohlgemerkt zusätzlich zu dem Tagesgeschäft der Wehren. Ausgelöste Brandmeldeanlagen, Unfälle und Brände gab es in den vier Tagen trotzdem abzuarbeiten.

Wie immer bei Unwetterlagen, würden die Zahl lediglich die Einsätze nach offizieller Alarmierung über die Leitstelle abbilden, erklärte der Pressesprecher des Schwalm-Eder-Kreis Stephan Bürger auf Anfrage der HNA: „Die Feuerwehren arbeiten vor Ort mehr Lagen ab, die sie selbst „entdecken“ oder auf die sie direkt von der Bevölkerung hingewiesen werden. Diese Einsätze werden erst in den nächsten Tagen von den Feuerwehren nachgemeldet.“ Besonders außergewöhnliche Einsätze vermeldetet der Landkreis nicht. In der Regel mussten die Wehren umgefallene Bäume von Straßen beseitigen. Besonders viel zu tun gab es von Freitag auf Samstag: Die vorläufige Statistik verzeichnet 88 sturmbedingte Einsätze.

Bestandsaufnahme im Wald

Auch wenn eine komplette Bestandsaufnahme erst in den kommenden Tagen erfolgen kann, war das stürmische Trio für den Wald wohl bei weiten nicht so folgenreich wie zum Beispiel die Stürme Kyrill (2007) oder Friedericke (2018). Die Sorgen sei groß gewesen, aber man sei noch bei der Bestandsaufnahme der Schäden, erklärt Christian Raupach vom Hessischen Waldbesitzerverband: „Wir haben während der Stürme den Atem angehalten.“

Nach ersten Einschätzungen blieb es bei Einzel- und Nesterwürfen, so die Sprecherin von Hessenforst, Michelle Sundermann gegenüber unserer Zeitung: „Aber eine genaue Bilanz können wir erst zum Ende der Woche ziehen, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen alle Flächen in Augenschein nehmen konnten.“ Aufgrund der Gefahren seien auch die Mitarbeiter von Hessenforst erst seit Montagnachmittag wieder im Wald unterwegs, erklärt Sundermann und mahnt: „Auch jetzt, einige Tage nach dem Sturm besteht noch immer die Gefahr, dass einzelne Äste abbrechen oder hängengebliebene Bäume umfallen.“ Waldliebhaber sollten bis Ende der Woche besser auf Feldwegen die Frühlingssonne genießen, rät die Pressesprecherin. (Matthias Haass)

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