Bisher bundesweit einziger Kreis ohne Braune Tonne

Ab Juli gibt es im Schwalm-Eder-Kreis die Biotonne

Ab Juli wird es im Schwalm-Eder-Kreis die Braune Tonne geben (Symbolbild).
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Ab Juli wird es im Schwalm-Eder-Kreis die Braune Tonne geben (Symbolbild).

Ab Juli wird es im Schwalm-Eder-Kreis eine Braune Tonne für den Biomüll geben. Bisher war der Kreis bundesweit der einige, in dem die Biotonne noch nicht eingeführt wurde.

Schwalm-Eder – Fast überall in Deutschland gehört sie bei der Abfallentsorgung dazu – die Braune Tonne für den Biomüll. Ein weißer Fleck war der Schwalm-Eder-Kreis. Er ist bundesweit der einzige, in dem die Braune Tonne noch nicht eingeführt wurde. Mit Ablauf des Jahres 2020 endet jedoch die Ausnahmegenehmigung, die Landrat Winfried Becker mit älteren Verträgen mit dem Müllheizkraftwerk Kassel erklärt. Zum 1. Juli kommt die Braune Tonne nun im Kreis an.

Organisiert wird die Auslieferung in allen 27 Kommunen über die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) und dem Zweckverband Abfallwirtschaft Schwalm-Eder. Zum Ende des Jahres hatten viele Kommunen ihre Abfallkalender nur einseitig – mit den Abfuhrdaten bis Ende Juni – aufgelegt, weil sich mit der Einführung der Braunen Tonne auch der Abfuhrrhythmus ändert. Die Biotonne wird künftig alle zwei Wochen abgeholt, der Restmüll alle drei Wochen. Die Bio-Abfälle werden in Wabern umgeschlagen und in Großraumcontainern zu einer Vergärungsanlage geliefert. Eine eigene Anlage hat der Kreis für die Entsorgung nicht gebaut – stattdessen in einer europaweiten Ausschreibung einen Dienstleister gesucht.

Braune Tonne im Schwalm-Eder-Kreis: Keine exakten Termine für die Einführung

Die Kommunen selbst müssen für die Auslieferung kein Personal, etwa aus den Bauhöfen, vorhalten. Bis jetzt stehen auch noch keine exakten Termine für die Einführung in den jeweiligen Kommunen fest. „Das wird schon mehrere Wochen in Anspruch nehmen, soll aber vor dem 1. Juli passieren“, sagt Becker. Jeder Haushalt bekommt zunächst eine 120-Liter-Tonne. Eine 240-Liter-Tonne kann gegen Gebühr bestellt werden. Für die Entsorgung sollen keine weiteren Kosten anfallen. „Wir hatten zeitweise hohe Entsorgungskosten, durch die neuen Verträge können die Preise in den kommenden zwei Jahren stabil bleiben“, erklärt Becker. Aktuell beträgt die Grundgebühr pro Haushalt 4,70 Euro monatlich, die Leerung einer 120-Liter-Tonne 13,80 Euro. (Sandra Rose)

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