Beim Partnerschaftsverein drehte sich alles um Käse und Wein

Abend zum Genießen

Treysa. Anlässlich des deutsch-französischen Tages hatte der Partnerschaftsverein Schwalmstadt zu einem Käse- und Weinabend ins Haus für Gemeinschaftspflege in Treysa eingeladen. Als Mann vom Fach moderierte Dr. Michael Rickert aus Niedergrenzebach den Abend.

Neben einer üppigen Käseauswahl standen ein kühler Chardonnay und drei verschiedene französische Rotweinsorten bereit, denn „Käse macht erst geschickt die Zunge, den Wein zu schmecken“. So zitierte der nicht nur in Sachen Käse versierte Fachmann aus Kleists Der Zerbrochene Krug. Der spritzige Chardonnay harmonierte vorzüglich zum Büffelmozzarella und zum Povolone, einer 36 Monate gereiften alten Mozarellasorte.

Obligatorisch für Käseverkostung: die Frage nach den Löchern im Käse. Dazu Rickerts Antwort: Bei der Reifung des Emmentalers entstehe Kohlendioxid, das für die Löcher des Käses verantwortlich sei. Und damit das Austreten des Gases nicht allen Geschmack mit transportiere, habe schon Martin Luther gewusst: „Soll der Käse etwas taugen, hab er nicht 10 000 Augen.“

Tilsiter, als Kontrast zu den feinen französischen Käsen, wurde als typischer Butterbrotkäse serviert und vom Roquefort lernten die Anwesenden, dass er – aus Schafsmilch aus dem Massif Central produziert – obligatorisch auf Roggenbrot zu verzehren sei.

Käseliebhaber und Frankreichfreunde bedankten sich mit herzlichem Applaus beim Käsesommelier für den genussreichen Abend, bei dem sie nicht nur angenehm gesättigt, sondern auch gut informiert und gleichzeitig humorvoll unterhalten wurden. (syg)

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