Steigende Gebühren, sinkende Investitionen: Die Stadtwerke stehen gut da

Abwasser bringt das dicke Plus

Bürgermeister Näser brachte neben dem Wirtschaftsplan für die Parkhaus-Gmbh auch die Pläne für die Kommunale Wohnungsgesellschaft Schwalmstadt (KWS) und der Stadtwerke ein. Während die KWS weiterhin ein Sorgenkind der Stadt bleiben werde, können für die Stadtwerke im Bereich Wasser und Abwasser Gewinne verbucht werden.

So wird in diesem Jahr ein Defizit von 26 000 Euro für die Wohnungsgesellschaft erwartet. Dieses Minus ist für Schwalmstadt nichts Neues. Dr. Näser sprach von „einer schwierigen Lage der KWS“. Vor allem fehlten Mieter. Es sei schwierig, die Wohnungen an den Mann zu bringen. Als Gründe führte er den allgemein niedrigen Mietspiegel in der Region an, aber auch die schlechte Ausstattung einiger Wohnungen sei der Grund, dass kaum einer dort wohnen möchte.

So gelte es gar zu überlegen, ob es sich lohnt, einige Gebäude der KWS überhaupt zu erhalten, in solch schlechten Zuständen befänden sie sich.

Zur KWS gehören 80 Wohnungen sowie zwei Jugend- und Schulungsräume in Treysa, Ziegenhain und Florshain. Drei Wohnungen in der Hersfelder Straße gelten derzeit als unbewohnbar.

Schwarze Zahlen

Besser ist um die Zahlen der Bereiche Wasser und Abwasser der Stadtwerke bestellt. Für die Wasserversorgung wird laut Wirtschaftsplan in diesem Jahr ein Gewinn von 62 000 Euro erwartet, beim Abwasser ist ein Plus von 270 000 Euro zu verbuchen.

Die Gebühren für Wasser und Abwasser waren in der Stadt erhöht worden (wir berichteten). Darauf lässt sich der erwartete Gewinn zurückführen. Bürgermeister Näser kündigte auch an, die Investitionen in den Bereichen zurückzufahren. Bestimmte Arbeiten wie die Kanalerneuerung in der Treysaer Hundsgasse, Mauerweg, Bleich- und Backgasse sowie Pestalozzistraße werden in diesem Jahr abgeschlossen, um eine Förderung des Landes zu erhalten. Doch in 2016 werden die Arbeiten massiv zurückgefahren, betonte Näser, die Kostenentwicklung könne man nur aufhalten, „wenn die Investitionen auf ein niedriges Maß zurückgefahren werden.“

Das Stadtparlament stimmt in seiner nächsten Sitzung über die Wirtschaftspläne ab. (cls)

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