Gebühren werden stufenweise bis 2018 steigen, um Haushaltsloch zu stopfen

Abwasser kostet mehr

Abwasser wird teurer: Bis 2018 wird der Kubikmeter Schmutzwasser 4 Euro kosten, für jeden Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche werden 40 Cent erhoben. Foto:  Archiv

Gilserberg. Die Gemeinde Gilserberg muss das finanzielle Loch stopfen, das jährlich durch Abwasserentsorgung entsteht. Bis zu 2018 wird nun jährlich die gesplittete Abwassergebühr angehoben, so beschloss es die Gemeindevertretersitzung am Dienstag in der Hochlandhalle.

Noch in diesem Jahr werden die Gilserberger 3,25 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser bezahlen müssen und pro Quadrameter versiegelter Grundstücksfläche werden 0,33 Cent fällig. Das sind 25 beziehungsweise 3 Cent mehr als im Vorjahr – doch damals hatte das Minus in der Gemeindekasse 180 000 Euro betragen. Die Gebühren deckten die Kosten nicht.

Drei Jahre lang wird’s teurer

Nun sollen bis zum Jahr 2018 die Kosten auf 4 Euro fürs Schmutzwasser sowie auf 0,40 Cent für die versiegelte Fläche klettern. Jährlich wird demnach der Kubikmeter-Preis Schmutzwasser um 25 Cent, der Quadratmeter-Preis um 2 beziehungsweise 3 Cent steigen. So beschloss es die Gemeindevertretung mit Mehrheit der SPD. Die CDU hatte andere Steigerungen der gesplitteten Abwassergebühr gefordert, wäre es nach der Fraktion gegangen, hätten die Gilserberger bereits 2017 die geforderten Gebührensätzen bezahlt. „Bei dieser Staffelung kommt noch was oben drauf“, sagte Karl-Heinz Kissel (CDU) über den Vorschlag der SPD, so sei nicht auszuschließen, dass die Gebühren weiter steigen müssten. „Doch 2018 ist nach den Wahlen“, stichelte Kissel in Richtung SPD.

Warum Kissel ständig nur den Kategorien der Parteipolitik denke, hielt Martin Dippel (SPD) entgegen. „Man kann die Leute nicht über Gebühr belasten“, sagt er, deshalb trete die SPD für eine moderate Erhöhung der Abwassergebühr ein. ARTIKEL UNTEN

Von Claudia Schittelkopp

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