Zu Gast: Fernsehmoderatorin stellte ihren Dokumentarfilm „Die Arier“ vor

Mo Asumang und die Rassisten

Besuchte Schüler und Lehrer der Beruflichen Schulen: Moderatorin Mo Asumang, hier mit Benjamin Korell (betreuende Lehrkraft) und Ralf Klinder (Schulleiter). Foto: privat/nh

Ziegenhain. Die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang besuchte die Beruflichen Schulen in Ziegenhain, um ihren mehrfach international ausgezeichneten Dokumentarfilm „Die Arier“ vorzustellen.

Nach einführenden Worten von Asumang sahen Schüler sowie Lehrer der Schule zunächst den Film, mit dem die Protagonistin Mo Asumang den Zuschauer auf ihre ganz persönliche Reise mitnimmt. Hierbei geht es ihr zunächst darum herauszufinden, was es eigentlich mit dem Begriff Arier auf sich hat. Wo hat der Begriff tatsächlich seinen Ursprung? Und was bedeutet Arier nun wirklich? Ihre Spurensuche führte sie von Naziaufmärschen in Ostdeutschland, über Versammlungen von Burschenschaften, bis in den Iran. Auf Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit stieß Mo Asumang aber nicht nur in Deutschland. In den USA traf sie einen Radiokommentator, der seine extreme Rassenideologie öffentlich verbreitet. Und sie sprach mit Vertretern des Ku-Klux-Klans, die mitunter einen Menschen ermordet haben müssen, um in den berüchtigten rassistischen Geheimbund aufgenommen zu werden.

Hoffnung auf Änderung machte am Ende des Films ein Aussteiger aus der rechten Szene. Dieser berichtet von seinem inneren Wandel von einem überzeugten Neonazi hin zu einer Person, die zunächst begonnen hatte an ihrem Weltbild zu zweifeln und schließlich große Reue zeigt.

Im Anschluss an ihren Dokumentarfilm stand Asumang den Schülern für Fragen zur Verfügung. Ob sie auf den Demonstrationen der Rechtsextremen Angst vor Übergriffen auf sie und ihr Filmteam gehabt habe? Wie die Reaktionen auf ihren Film waren? Was ihre Intentionen waren, diesen Film überhaupt zu drehen? Keine Frage blieb unbeantwortet.

Am Ende der etwa sechsstündigen Veranstaltung, die Mo Asumang in die Nähe ihrer Heimatstadt Kassel brachte, hat sie ihre Botschaft deutlich kommuniziert: Alle Menschen sind gleich. (syg)

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