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Auch in den Hallenbädern in der Schwalm wird es kälter

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Von: Johannes Rützel

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Das Bewegungsbad in Neukirchen öffnet dieses Jahr am 4. Oktober. Allerdings wird die Wasser- und Lufttemperatur gesenkt.
Das Bewegungsbad in Neukirchen öffnet dieses Jahr am 4. Oktober. Allerdings wird die Wasser- und Lufttemperatur gesenkt. © Stadt Neukirchen

Neukirchen und Frielendorf halten aber trotz Energiekrise an Öffnung der Bäder fest. 2 Grad kälteres Wasser spart 25 Prozent Energie.

Frielendorf / Neukirchen – Rund 6000 Schwimmbäder gibt es in Deutschland. Viele von ihnen, vor allem Hallenbäder, verbrauchen sehr viel Energie, um das Gebäude und das Wasser zu erwärmen. Das geschieht in älteren Bädern oft mit Öl und Gas. Dazu kommt der Stromverbrauch von Lüftungsanlagen und Umwälzpumpen für das Badewasser. Auch Saunen verbrauchen viel Energie. Die Stadt Kassel wurde deshalb schon aktiv und hat den Saunabetrieb im Auebad seit 1. August eingestellt. Die HNA hat bei den Kommunen im Altkreis Ziegenhain nachgefragt, wie sie diesen Winter mit der drohenden Energieknappheit und den hohen Preisen umgehen werden.

Frielendorf

Die Gemeinde Frielendorf betreibt das Wellnessparadies am Silbersee mit Hallenbad und Sauna. „So viele Möglichkeiten, Energie zu sparen, gibt es bei vollem Badebetrieb nicht“, sagt Frielendorfs Bürgermeister Jens Nöll. Die Wassertemperatur wurde schon etwas abgesenkt, aber die Sauna läuft regulär weiter. Die Beckenanlagen bräuchten auch eine Mindesttemperatur, damit alles funktioniere. Das betrifft das Zusammenspiel aus Lufttemperatur, Wassertemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Weitere kleinere Maßnahmen wie ein Abstellen der Rutsche und weniger Licht nach Badschluss tragen auch zum Energiesparen bei, sagt der Bürgermeister.Derzeit wird das Schwimmbad mit der Abwärme eines Gasblockheizkraftwerks beheizt. „Längerfristig müssen wir sehen, wie wir auf andere Energieträger umsteigen. Eine Fotovoltaik-Anlage für das Dach wird geprüft“, blickt Bürgermeister Nöll in die Zukunft.

Neukirchen

Auch in Neukirchen hält man am Hallenbadbetrieb fest. Bürgermeister Marian Knauff erklärte der HNA, dass es auf jeden Fall am 4. Oktober öffne.Allerdings werden die Temperaturen reduziert, sowohl im Wasser als auch im Gebäude. Energiesparmaßnahmen wurden bereits erörtert und sollen demnächst von den Stadtverordneten beschlossen werden.

Statt 30 solle das Wasser nur noch 28 Grad Celsius haben. Damit folgen die Neukirchener den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Das wird laut Bürgermeister Knauff eine Einsparung von rund 25 Prozent bewirken. Laut dem Schwimmbadtechniker könne man sogar weiter auf 26 Grad Celsius absenken. Auch in den Duschräumen und Umkleiden wird die Temperatur gesenkt. „Die Bürger mussten während der Covid-Pandemie schon so viel zurückstecken. Auch deshalb wollen wir den Menschen das Hallenbad weiter ermöglichen, das ist uns ganz wichtig“, fasst Marian Knauff die Stimmung in Rathaus und Stadtparlament zusammen.

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