Aufbruchstimmung im Kirchenkreis

Synode Schwalm-Eder konstituiert sich in Hephata

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Der neu gewählte Kirchenkreisvorstand samt Stellvertretern mit den drei Dekanen Sabine Tümmler (Mitte, vorn von links) Christian Wachter und Norbert Mecke, rechts Karlo Seck.

75 Jahre, nachdem sich hier nach dem Zweiten Weltkrieg die Evangelische Kirche und danach die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck gegründet hat, war Hephata erneut Ort einer großen Synode:

Der ersten Kreissynode des Kirchenkreis Schwalm-Eder. Aufbruchstimmung im Kirchsaal der Hephata-Kirche.

„Es ist ein historischer Tag“, so Probst Helmut Wöllenstein als Vertreter der Landeskirche. „Sie können ruhig auch ein bisschen stolz auf sich sein.“ Die drei Dekanate, ein Dach – mit dem Gesamtkirchenkreis Schwalm-Eder ordnet sich das kirchliche Zusammenleben neu. Noch nie habe so viel kirchenleitende Verantwortung in der mittleren Ebene gelegen wie heute. Wöllenstein: „Ab heute schauen wir wild entschlossen nach vorn auf das, was kommt, was wir gemeinsam gestalten.“

Wunderbare Resonanz beim ersten Zusammenkommen

Dekanin Sabine Tümmler freute sich am Rande der Synode über die „wunderbare Resonanz“, die das erste Zusammenkommen des neu gegründeten Kirchenkreises hervorgerufen hat. Vorfreude, Neugier,dies war unter den Mitgliedern zu spüren. Sie freue sich, „das Kind zum Laufen zu bringen“, so Meike Schoeler stellvertretend für viele Mitglieder der Kreissynode.

Mit 18 Mitgliedern sei im Vorstand des neuen Kirchenkreises „die Obergrenze eines gut arbeitenden Gremiums erreicht“, so Christian Wachter, Geschäftsführender Dekan des Kirchenkreises Schwalm-Eder, der die Synode, wie die Evangelische Kirche ihr Parlament nennt, bis zur Wahl des neues Vorsitzenden leitete. Der heißt Hartmut Paul (Borken) und wurde mit 115 von 139 abgegebenen Stimmen als einziger Kandidat zum neuen Präses gewählt. Ob es hier bei einem einzigen Kandidaten bleiben würde, war bis zum Schluss offen geblieben. Der Borkener Rechtsanwalt war wie schon sein Stellvertreter Pfarrer Herbert Fuest (Obermöllrich) Präses des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg.

Um die vielen Wahlen organisieren zu können, hatten Kristina Herlitze (Kirchenkreisamt) und Daniela Guntermann und Annika Bechtel (beide Dekanat Ziegenhain) ihr Büro mit Laptop und PC kurzerhand in den Kirchsaal verlegt. Auf die Mittagssuppe, wie es sie noch vor wenigen Jahren bei der Synode gab, mussten die Mitglieder am Samstag allerdings verzichten, obwohl sich die Wahlen hinzogen. Erst nach 14 Uhr beschloss Präses Paul die Kreissynode, nachdem die letzten Wahlen der offen und en bloc vonstatten gingen. Paul schmunzelnd ob der fortgeschrittenen Zeit: trotz der teils langen Anfahrtswege werde man rechtzeitig zur Sportschau und nicht erst zum Wort am Sonntag zu Hause sein.

HINTERGRUND

Der Kirchenkreis wird von 18 gewählten Mitgliedern geleitet: Neben Präses Hartmut Paul von den Dekanen Christian Wachter (Ziegenhain), Sabine Tümmler (FritzlarHomberg) und Norbert Mecke (Melsungen), den stellvertretenden Dekanen Christiane Kunkel (Ziegenhain), Susanna Petig (Fritzlar-Homberg) und Michael Schuemers (Melsungen). Pfarrerin Doreen Göbel und Pfarrer Dierk Glitzenhirn sowie als Vertreter der Laien Elsbeth Scharpf, Sebastian Jakob, Meike Schoeler, Ingrid Gerlach, Horst Baum, Anna Karina Sinning, Karlo Seck, Dr. Christian Roos und Silvia Scheffer.

IN ZAHLEN

1 Kirchenkreis SchwalmEder 

3 Dekanate: Ziegenhain, Melsungen und FritzlarHomberg 

18 Frauen und Männer wurden von der Kreissynode als Kirchenkreisvorstand gewählt. Er leitet den Kirchenkreis. 

153 Pfarrer und Laien, so genannte Synodale, gehören der neuen Kreissynode an. 

177 000 Mitglieder hat der Kirchenkreis, mehr als die zwei kleinsten Landeskirchen der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD)

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