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Auffangstation in Ascherode kümmert sich um kranke Tiere

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Eine Aufzucht von verwaisten Igelsäuglingen ist ohne Anleitung nicht möglich.
Eine Aufzucht von verwaisten Igelsäuglingen ist ohne Anleitung nicht möglich. © Harald Becker

Sabine Ascher aus Ascherode betreibt eine Igelauffangstation. Insgesamt 20 Jungigel verschiedenen Alters hat sie in den vergangenen Tagen aufgenommen.

Ascherode – Der Kontakt erfolgt über die Tiernothilfe Schwalmstadt. Die Tiere werden aus verschiedenen Regionen in die Aufnahmestation gegeben. Die Orte Felsberg oder Marburg nennt Sabine Ascher beispielhaft.

Sabine Ascher aus Ascherode ist Expertin für junge Igel. Sie betreibt für die die Tiernothilfe eine Auffangstation.
Sabine Ascher aus Ascherode ist Expertin für junge Igel. Sie betreibt für die die Tiernothilfe eine Auffangstation. © Harald Becker

Der trockene Sommer einhergehend mit der extremen Dürre macht auch den Igeln enorm zu schaffen. Sie werden grundsätzlich im Spätsommer geboren. 50 Prozent im August und 30 Prozent im September, schätzt die Igelexpertin. Es gibt nur einen Wurf im Jahr, vier Igelbabys hat ein Wurf im Schnitt. In Ausnahmefällen können es auch mal zehn sein. Durch das trockene Wetter sterben jedoch viele Igel bereits im Nest. Die Tiere, die gefunden werden, sind grundsätzlich krank und bedürfen schneller Hilfe.

Sabine Ascher aus Ascherode ist Expertin für junge Igel. Sie betreibt für die die Tiernothilfe eine Auffangstation.
Sabine Ascher aus Ascherode ist Expertin für junge Igel. Sie betreibt für die die Tiernothilfe eine Auffangstation. © Harald Becker

Eine Aufzucht von verwaisten Igelsäuglingen ist ohne Anleitung aber nicht möglich. Das fängt schon bei der Wahl des richtigen Futters an. Kuhmilch oder Menschenbabynahrung sind völlig ungeeignet. Neben jungen Igeln werden auch verletzte Tiere abgeben. Eine große Gefahr gehe von Mährobotern aus, die nachts nicht ausgeschaltet werden. Nach gelungener Aufzucht werden die Tiere im selben Jahr wieder ausgesetzt. Verletzte, größere Tiere an ihrer Fundstelle, Igelbabys in sicherer Umgebung. Zwei Tipps gibt Ascher noch mit: Wasserstellen und Futterhäuser im Garten aufstellen, das würde gerade in diesem Extremsommer gut helfen.

Für das Frühjahr gibt die Expertin den Rat, nicht zu früh mit den Gartenarbeiten zu beginnen, um die Igel nicht unnötig zu stören oder gar zu verletzen. VON HARALD BECKER

Kontakt: Tiernothilfe Schwalmstadt, tiernothilfe-schwalmstadt.de

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