In Platt vor großem Publikum

Ausverkauftes Haus bei Theaterabend der Sängerchöre in Zella

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Jüngste Akteure: links Maximilian und rechts Valentina Bechtel (beide 8 Jahre) standen mit Johannes Bechtel beim Theaterabend in Zella auf der Bühne. 

Theatergruppe Zell begeistert Besucher mit Mundarttheater. Saal des Landgasthof Bechtel auch in diesem Jahr wieder ausverkauft. 

„Du gibst mir e Münzje, ich geb dir e Münzje, dann habe mer beide e Münzje“ – so klang ein Spiel, das für ein Happy End im Bühnenstück „De Vetter Hanjerrj hött’s gewusst“ der Theatergruppe Zella sorgte. 

Im ausverkauften Saal des Landgasthofs Bechtel durfte bei allen Ungereimtheiten und schlechten Nachrichten der Welt am Samstagabend wieder einmal herzhaft gelacht werden.

Naturkundestunde in Schwälmer Platt

Schon die Nachwuchsgruppe, die „Kinnerche“, begeisterten das Publikum. Die Schwälmer Naseweise erklärten in ihrer Naturkundestunde beispielsweise den Unterschied zwischen Gänsen und Enten mit der Aussage „Wenn mei Mutter die Gans krieht, entet sie im Kochtopp“. Während der Schullehrer diesen Erklärungsversuch mit Note 6 bewertete, zollten die Zuschauer großen Applaus.

Entdeckten die Liebe füreinander: Magd Barbelies (Anneliese Ohnesorge) und Junggeselle Onkel Hein (Walter Friedrich).

Im ersten Dreiakter der Erwachsenen „Öch eh Bejzang notzt sich ab“ waren die Intrigen der kratzbürstigen Mariekott Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Natürlich aber klärte sich das Verschwinden von 200 Mark aus der Geldbörse des Bauern auf und Alt wie Jung fanden die Liebe: „Auch im alte Gesangbuch steh’n noch scheene Lieder“, sagte der langjährige Junggeselle Onkel Hein (Walter Friedrich), nachdem er der Magd Barbelies (Anneliese Ohnesorge) seine Liebe gestanden hatte. 

Rollen waren Schauspielern auf den Leib geschrieben

Nach der Pause dann der zweite Dreiakter wo ein Bauer ins „Miesebuch“ blickte und nur noch ein Erbe den Hof retten konnte. Die Erbbedingungen schienen jedoch kaum erfüllbar, wollte der junge Bauer doch überhaupt nie „heiern“. Am Ende kam natürlich doch alles ganz anders und es wurden ganz eifrig viele „Münzjer“ verteilt.

Die Rollen waren den Mitwirkenden wie auf den Leib geschrieben und so steckte schon auch in der Umarbeitung in Schwälmer Mundart viel Arbeit.

Kinder spielen wie Profis

Die beiden Jüngsten – Valentina und Maximilian Bechtel – wurden für ihre süßen Kurzauftritte mit besonders viel Applaus bedacht. „Die Kleinen sind schon echteProfis“, hieß es in den Reihen des Publikums. 

Die Theatergruppe hatte in diesem Jahr das Bühnenbild überarbeitet und gab so den Inszenierungen einen neuen Rahmen. „Da packen ganz viele mit an. Ihnen allen gehört der Dank“, lobte Vorsitzende Christel Schwalm das Engagement.

VON REGINA ZIEGLER-DÖRHÖFER

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