Katechismus auf dem Weg: Den hochkarätigen Schlusspunkt setzte ein Kantatengottedienst

Bach-Kantate voller Tiefe und Anmut

Farbiges und voluminöses Werk: Kantor Jens Koch leitete die Aufführung mit dem Projektchor und dem Kammerorchester der Jungen Marburger Philharmonie. Foto: Rose

Treysa. Sechs Monate waren die Christen auf dem „Katechismus-Pfad“ in der Schwalm unterwegs: Verteilt auf sechs Kirchen wurde allerorten das Evangelium lebendig und an den Reformator Martin Bucer erinnert, der die Konfirmation auf den Weg brachte.

Am Samstag setzte man der Aktion einen würdigen und musikalisch hochkarätigen Schlusspunkt. In der Stadtkirche in Treysa trafen sich Organisatoren und Gäste zu einem Kantatengottesdienst. Im Mittelpunkt stand die Bach-Kantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild“. Die Liturgie hatte Pfarrer Dierk Glitzenhirn übernommen. Ihm zur Seite standen Heidrun Elborg und Birgit Süsser, beide vom Kirchenvorstand in Treysa.

Das farbige und voluminöse Werk von Bach dirigierte Kantor Jens Koch, der auch die Leitung inne hatte. Zusammen mit dem Kammerorchester der Jungen Marburger Philharmonie und seinem Kollegen Peter Groß an der Orgel verlieh der Projektchor der Kantate die nötige Tiefe und Anmut. Reizvoll präsentierte sich für die Zuhörer in den gut gefüllten Bänken der klangvolle Wechsel zwischen Chorsätzen und Arien. Diana Kettner brillierte im Stimmfach Sopran, Cornelia Sander im Alt. Der Bass erklang von Andreas Czerney. Die Hörner bliesen Juliane Baucke, Martin Gericks und Michael Hintze. Für fulminante Paukenschläge stand dem Orchester Dieter Steinmann zur Seite. Mit zarten Klängen an den Oboen verzauberten Annette Himmelmann und Gunter Wackernagel. Hellem Geläut ähnelnd klangen die Flöten, gespielt von Katrin Schwarz und Peter Eberl.

Als glücklich erwies sich auch die Wahl der Kirche: Die hervorragende Resonanz gab der Bach-Kantate den nötigen Raum.

Das Publikum war mehr als begeistert und zollte den Akteuren minutenlangen Applaus. (zsr)

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