Startschuss für den geplanten Windpark „Die Gleiche“: Baugenehmigung liegt vor

Bald drehen sich die Räder

Energie durch Windkraft: Ein Windpark, wie hier bei Erfurt, soll zwischen Schrecksbach und Immichenhain entstehen. Foto: dpa

OTTRAU/SCHRECKSBACH. Nach langem Prozedere hat die EAM-Tochtergesellschaft EAM Natur jetzt die Genehmigung für den Bau und den Betrieb von sechs Enercon-E-115-Windenergieanlagen zwischen Immichenhain und Schrecksbach erhalten. Dies gaben die Energiegenossenschaft Schwalm Knüll und die EAM Natur in einer Pressemeldung bekannt. Somit kann bereits im Oktober mit dem Bau des Windparks begonnen werden, der Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt werden soll.

Gemeinsamer Betrieb

Vorgesehen ist, dass die Energiegenossenschaft, die beiden Kommunen Ottrau und Schrecksbach sowie die EAM das Projekt gemeinsam umsetzen und sich an dem Windpark beteiligen. Die Investitionssumme beträgt insgesamt 30 Millionen Euro. Ziel ist eine breite Bürgerbeteiligung. Die sechs Windräder verfügen über eine jeweilige Leistung von drei Megawatt sowie eine Nabenhöhe von 149 Metern. Sie werden mit Erdkabel direkt an das Umspannwerk der EAM-Tochtergesellschaft EnergieNetz Mitte in Ottrau angeschlossen.

„Auch wenn das Thema Windenergie derzeit nicht überall positiv aufgenommen wird, ohne die Nutzung der Windenergie wird die Energiewende nicht möglich sein, da sich mit ihr auf einer vergleichbar kleinen Fläche eine sehr große Menge an Energie erzeugen lässt“, sagte EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. Dies betont auch Horst Kaisinger, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll: „Eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung kann nur durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht werden. Die umweltfreundliche Energieerzeugung liegt im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und somit auch im öffentlichen Interesse.“

Erträge für die Region

Die zukünftigen Erträge des Windparks verbleiben in der Region, da durch die Energiegenossenschaft sowie die beiden Kommunen Ottrau und Schrecksbach eine möglichst breite Beteiligung der Bürger vor Ort erreicht werden soll, heißt es weiter. Interessenten können sich im Internet unter www.schwalm-knuell-energie.de für eine Beteiligung registrieren.

Natur- und Vogelschutz Die umfangreichen Planungen für das Projekt laufen seit Ende 2012. So gab es beispielsweise zahlreiche Untersuchungen zu den vor Ort lebenden Vogel- und Fledermausarten, für die verschiedene Schutzmaßnahmen vorgesehen wurden. Auch wurde berücksichtigt, dass dauerhaft zu rodende Waldgebiete an anderer Stelle wieder vollständig aufgeforstet würden. (dag)

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