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Bei den Musacks ist der Garten mit 350 Rosenstöcken Familienhobby

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Die Wasserstelle ist wichtig. Insekten und Vögel nutzen diesen Teil des Gartens besonders gern.
Die Wasserstelle ist wichtig. Insekten und Vögel nutzen diesen Teil des Gartens besonders gern. © Ziegler-Dörhöfer, Regina

Leben und Arbeiten im Garten – viele zwischen Schwalm und Knüll lieben das. Wir besuchen Hobbygärtner, dieses Mal den Formen- und Rosengarten der Musacks.

Seigertshausen – Wer Familie Musack im Garten besucht, der wird schon beim Betreten des grünen Paradieses in Rosenduft gehüllt. Der 79-jährige Horst Musack war schon als Kind ein echter Gartenfreund. „Du nimmst uns mit deinen Blumen den ganzen Boden weg“, habe seine Mutter früher geschimpft. Horst Musack ließ sich von seiner Liebe zu Blumen jedoch nicht abbringen und fand auch in seiner Frau eine begeisterte Gärtnerin.

350 Rosenstöcke pflegen die Musacks in ihrem weitläufigen Garten.
350 Rosenstöcke pflegen die Musacks in ihrem weitläufigen Garten. © Ziegler-Dörhöfer, Regina

„Ich kümmere mich ums Unkraut, mein Mann um die Gestaltung“, erzählt Käthe Musack, die vor allem Englische Duftrosen liebt und gerne mit ihrem Mann nach neuen Sorten und Farben Ausschau hält. Das Gärtnerpaar reiste eigens schon nach England und Holland, um sich neue Inspirationen und Pflanzen zu holen.

„Eine gute Rose darf auch mal ein bisschen mehr kosten. Sie muss zu unseren klimatischen Bedingungen passen und widerstandsfähig gegen Rost sein“, erklärt das Rentnerpaar, die auch Tochter Pia längst mit dem Gärtnervirus angesteckt hat. Schwiegersohn und Enkel sind für die Rasenpflege verantwortlich und so ist der große Garten der Musacks ein Familienhobby.

Die Musacks haben einen grünen Daumen: von links Tochter Pia Wiegand, Horst und Käthe Musack.
Die Musacks haben einen grünen Daumen: von links Tochter Pia Wiegand, Horst und Käthe Musack. © Ziegler-Dörhöfer, Regina

„Seit meinem Ruhestand habe ich viel mehr Zeit für den Garten. Jeden Tag gehe ich nach dem Frühstück mit der Schere hinaus und schaue nach dem Rechten“, so der Großvater, der es liebt seine Koniferen und Buxbäume in Form zu bringen und auch seine 350 Rosenstöckchen, gut 60 Sorten, immer im Auge hat.

„Eine Wasserstelle ist in jedem Garten wichtig. Zu schön, wenn man Insekten und Vögeln beim Trinken und Planschen zusehen kann“, schwärmt Käthe Musack vor ihrem Wasserlauf. Neben Rosen hegt und pflegt die Familie auch noch ein großes Rhododendron-Beet, einige Clematis, Stauden und Obstbäume.

Pflanzen für jede Jahreszeit

„Im Frühjahr sprießen die Osterglocken und Pfingstrosen und im Winter habe ich meine Orchideen im Haus. Bei uns blüht das ganze Jahr etwas“, sagt die 76-Jährige, die sich zudem noch um einen großen Nutzgarten mit Gemüse und Erdbeeren kümmert und auch eine prächtig blühende Bienenweide ihr Eigen nennt.

Neuanpflanzungen werden stets Mitte Oktober vorgenommen, damit die neuen Pflanzen bis zum Winter noch etwas Zeit zum Wurzeln haben. Vor dem Winter gilt es dann die empfindlichen Stammrosen mit Holzwolle, Kartoffelsack und bei besonders tiefen Wintertemperaturen mit einem Wintervlies zu schützen.

Der Garten der Familie Musack besticht durch seine Formen und punktet mit 60 Rosensorten.
Der Garten der Familie Musack besticht durch seine Formen und punktet mit 60 Rosensorten. © Regina Ziegler-Dörhöfer

„Ich habe immer wieder neue Gestaltungsideen“, sagt Horst Musack, der es liebt, mit seiner Familie die lauschigen Sitzecken im Garten zu genießen und so ein bisschen Urlaubsflair gleich vor der Haustür hat. Von Zeit zu Zeit öffnen Musacks ihr Idyll auch für Besucher. Nach der ersten großen Rosenblüte wird das Rosenareal im August/September erneut in voller Pracht erstrahlen. Von Regina Ziegler-Dörhöfer

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