Schrecksbacher Gemeindevertreter haben Zweifel am geplanten Windpark Gleiche

Beteiligung bleibt fraglich

Schrecksbach. Die Schrecksbacher Gemeindevertreter beraten heute Abend in ihrer Sitzung über die Beteiligung der Gemeinde am geplanten Windpark Die Gleiche. Wir fassen den aktuellen Sachstand in Fragen und Antworten zusammen.

? Wie steht die Gemeinde Schrecksbach zu dem geplanten Windpark?

!Die Gemeinde Schrecksbach wollte sich ursprünglich mit einem Windrad an dem Park beteiligen. Dafür sollte eine Windenergiegesellschaft gegründet werden. Mittlerweile sieht die Gemeindeverwaltung eine mögliche Beteiligung aber kritisch, wie Bürgermeister Andreas Schultheis im Gespräch mit der HNA deutlich machte.

? Warum hat sich die Meinung hinsichtlich des Parks geändert?

!Die Sachlage sei mittlerweile eine andere, als noch zu Beginn des Projektvorhabens, sagte Schultheis. Die Situation sei sehr unsicher. Vier Kläger wollen gegen den Bau des Windparks gerichtlich vorgehen – darunter die Stadt Alsfeld und drei private Kläger. Auch wolle die Gemeinde erst einmal abwarten, bis eine neue Datenauswertung vorliege.

? Wie sieht die Schrecksbacher Bevölkerung das Windpark-Vorhaben?

!Gegen den geplanten Windpark gebe es derzeit keinen größeren Widerstand in Schrecksbach, sagte Bürgermeister Schultheis. Die Menschen sähen dem Thema ruhig und gelassen entgegen.

? Warum will die Stadt Alsfeld gegen den Bau des Windparks klagen?

!Die Stadt Alsfeld befürchtet durch den Windpark eine deutliche Verschlechterung der Trinkwasserqualität. Die Windräder sollen auf Alsfelder Seite innerhalb des Wasserschutzgebiets des Hattendorfer Brunnens liegen. Es sei nicht auszuschließen, dass dadurch eine Gefährdung des Grundwassers bestehe, argumentierten die Alsfelder Stadtverordneten.

? Wie weit sind die Planungen für den Park fortgeschritten?

!Nachdem bereits im Juli eine Baugenehmigung erteilt wurde, soll schon in den nächsten Tagen mit der Rodung begonnen werden. Die Anlagen sollen nach den Plänen der Betreiber im nächsten jahr ans Netz gehen.

Von Daniel Göbel

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