350 Gäste befassten sich beim Reformationsfrauentreffen mit der Macht der Bilder

Die Bibel und ihre Bilder

Gelungene Organisation: Das Team um Pfarrerin Gloria Dück (hintere Reihe, dritte von links) hatte das Treffen vorbereitet. Foto: Privat

Schwarzenborn. Die Macht von Bildern begegnet uns täglich im Fernsehen und in Zeitungen. Bilder bewegen uns und eröffnen einen anderen Blick auf ein Thema. Darum drehte sich auch das Reformationsfrauentreffen am Mittwoch und Donnerstag in der Kulturhalle Schwarzenborn.

350 Gäste beschäftigten sich mit Bildern und der Bibel. Begrüßt wurden die Zuhörer von Gloria Dück, Pfarrerin und mit der Frauenarbeit im Sprengel Hersfeld beauftragt. Der Thomas-Messen-Chor aus Berfa unter der Leitung von Helmut Euler stimmte die Besucher auf das Thema ein.

„Haben wir nicht gelernt, uns kein Bildnis zu machen?“, fragte Dück in ihrer Einführung. Dieses Bildverbot sei allerdings nicht als Verbot von Bildern insgesamt zu verstehen: „Es ist ein Appell, ein Aufruf, das Menschliche wie das Göttliche in ganz unterschiedliche Bilder zu fassen, da weder ein Mensch und schon gar nicht Gott in einem Bild zu begreifen ist.“

Auch Geschichten der Bibel würden in Bildern verdichtet, um Glauben zu wecken, Menschen zu befreien und sie zu verantwortungsvollem Reden und Handeln zu befähigen. Vor 500 Jahren habe der Buchdruck die schnelle Verbreitung von Text und Bild ermöglicht. Martin Luthers Bibelübersetzung wurde mit Bildern des Künstlers Lucas Cranach dem Älteren illustriert. „Das förderte die Verbreitung der Reformation enorm“, erklärte die Pfarrerin.

Spenden für Flüchtlinge

Luther und Cranach wussten, dass Bilder die Welt öffnen: „Sie gaben dem Glauben eine Sprache.“ Auch Frauenporträts rückten in den Mittelpunkt. Besonders von Frauen, die durch bewegte Lebensgeschichten von sich Reden machten - darunter Anna von Mansfeld. Ihre Familie stand Luther sehr nahe und sie verschrieb ihr Leben ganz der Reformation.

Die Kollekte der beiden Tage bezog sich auf ein aktuelles Thema, dass uns auch täglich in vielen Bildern begegnet: Das Schicksal von Flüchtlingen. Gesammelt wurde für die Flüchtlingshilfe der Landeskirche und die Flüchtlingsarbeit der Kirchengemeinde Neukirchen.

Von Sandra Rose

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