Imker Michael Weiler zu Gast an der Winterlinde in Leimbach

Bienenkunde unter Bäumen

Aus der Reihe „Baumgeflüster“: Imker Michael Weiler (links) las am Samstag vor 45 Zuhörern, organisiert wurde die Veranstaltung vom Förderverein Kulturlandschaft Schwalm.
+
Aus der Reihe „Baumgeflüster“: Imker Michael Weiler (links) las am Samstag vor 45 Zuhörern, organisiert wurde die Veranstaltung vom Förderverein Kulturlandschaft Schwalm.

Leimbach – In der Reihe „Baumgeflüster“ war am Samstag der Bienenfreund und Imker Michael Weiler in Leimbach zu Gast. Organisiert wurde die Lesung unter freiem Himmel in gewohnter Weise vom Förderverein Kulturlandschaft Schwalm bereits zum zehnten Mal. Treffpunkt war diesmal die Holzwiese unter einer blühenden Winterlinde, wo die Besucher vom Vorsitzenden Jörg Haafke herzlich begrüßt wurden.

Imker berichtet über das Leben der Bienen

Die Gäste erfuhren Wissens- und Hörenswertes über die Biene: Michael Weiler stellte in verschiedenen Texten das außergewöhnliche Leben der Bienen vor. Weiler ist selbst schon seit mehr als 38 Jahren Imker und beschäftigt sich seitdem mit den Insekten. Es handele sich um eine ganz besondere Atmosphäre der Landschaft am Lesungsort, erklärte Weiler zu Beginn: „Die Linde gibt der Lesung den besonderen Ton, denn die Zuschauer erfahren nicht nur viel über die Bienen, sondern können sie während der Lesung auch die ganze Zeit hören.“ Tatsächlich breitete sich das sonore Summen der Insekten über den Zuhörenden aus. „Eine blühende Linde voller Bienen kann sicher genauso viel über die Bienen erzählen, wie ich“, war der Bienenfreund überzeugt.

Zum Einstieg wählte Michael Weiler ein Gedicht über Bienen von Hilde Domin – „Im Regen geschrieben“. Bevor er sich dann seinen Haupttexten widmete, bezog er nochmals den Lesungsort mit ein und las eine Geschichte über die Linde vor. Der Titel: „Warum die Linde erst im Sommer blüht“. Danach rezitierte er aus Texten des belgischen Schriftstellers Maurice Maeterlinck aus dem Buch „Das Leben der Bienen“.

Lesung unter der Winterlinde

Nach einer kurzen Pause, in der es Erfrischungsgetränke für die Zuschauer gab, eröffnete Arno Bosshammer die zweite Hälfte der Lesung. Er vertrat bei dieser Lesung den Imkerverein Ziegenhain, der als Pate für das „Baumgeflüster“ fungierte. Um den Zuschauern noch eine andere Sicht auf die Bienen zu ermöglichen, las Weiler aus seinem eigenen Buch „Der Mensch und die Bienen“ vor. Dabei ging es unter anderem um den Honig, der „direkten Beziehung zwischen dem Menschen und den Bienen“. Ein Gedicht von Weiler brachte dem Publikum näher, wie es den Bienen beim Blütenflug ergeht. Zum Abschluss seiner Lesung hörten die Besucher „Bienen-Weihe-Nacht“ – hier endete das Bienenjahr, der Text beschäftigte sich mit Bienen im Winter. Der Imker erklärte eindrucksvoll, dass Bienen keinen Winterschlaf halten. Knapp drei Stunden lauschten die 45 Zuschauer und drückten ihre Begeisterung am Ende mit gebührendem Applaus aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.