Das Ensemble Blech Quadrat spielte vor ausverkauftem Haus sein Neujahrskonzert

Blasmusik vom Feinsten

Gut eingespielt: Die knapp 20 Bläser hatten sich in einem Workshop intensiv auf das Konzert vorbereitet. Fotos: Decker

Ottrau. Zum Neujahrskonzert unter dem Motto „Wenn Blech erklingt“ hatte das Blasmusikensemble Blech Quadrat am Sonntagnachmittag in die Mehrzweckhalle Ottrau eingeladen. Rund 250 Zuhörer füllten den Saal bis auf den letzten Platz, einige mussten sogar mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Schwungvoll begannen die Laienmusiker mit einer Polka aus der Feder von Franz Watz, Dirigent, Arrangeur und Musikpädagoge, der an diesem Nachmittag auch das Dirigat übernommen hatte.

Die knapp 20 Bläser hatten sich während des Wochenendes mit ihm in einem Workshop intensiv auf das Konzert vorbereitet (wir berichteten) und zeigten eindrucksvoll ihr neu erworbenes Können der böhmisch-mährischen Blasmusik.

Bei der sehr melodischen Polka „Holunderstrauch“ bliesen die Hörner und die Flügelhörner in einer Art Zwiegespräch und warfen sich die Töne gegenseitig zu. Ein Höhepunkt war die Komposition „Unsere Solisten“, die Franz Watz ausdrücklich für das Blasensemble Blech Quadrat geschrieben hatte. Hier zeigten die Musiker ihr solistisches Können.

Instrumente im Wechsel

Die Klarinetten wechselten sich mit den Trompeten, den Hörnern, den Posaunen und den Flügelhörnern ab. Und selbst der Schlagzeuger war einmal nicht nur für den richtigen Takt zuständig, sondern durfte in einem mitreißenden Solopart seine Variationsmöglichkeiten zeigen. Frank Merle moderierte zwischen den Musikstücken. Er erklärte, hinter dem böhmisch-mährischen Dialekt verberge sich der typische Stil dieser Musik. Den Titel der Polka „Hammerherr“ erläuterte er mit dem Hinweis, dies sei in früherer Zeit ein Handwerker gewesen, der sich auf das Schärfen der Sensen verstanden habe.

Mit Charme präsentiert

Der ein oder andere schlüpfrige Spruch, der ihm über die Lippen kam, wäre - auch angesichts der Kinder im Publikum - jedoch nicht nötig gewesen. Musikalisch überzeugten die Bläser mit ihrer akzentuierten, gut aufeinander abgestimmten und mit Charme präsentierten Kunst. Franz Watz dirigierte seine komponierten Werke teils exakt, teils lässig entspannt, und wirkte mit der dargebotenen Leistung seiner Workshopschüler sehr zufrieden.

Das Publikum genoss mit sichtlicher Freude die böhmisch-mährische Blasmusik und bedankte sich mit herzlichem Applaus. 

Von Christiane Decker

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