Museum der Schwalm zeigt „Vor- und Frühgeschichte“ – Dauerausstellung eröffnet

Ein Blick in die Steinzeit

Faszinierte Besucher: Dustin Stöcklein, Alexander Schöne und sein Bruder Tom (von links) lassen sich von Museumsleiter Konrad Nachtwey erklären, wie einer der ersten Webstühle funktioniert. Fotos: Heinz

Ziegenhain. Auch die fünfte Ausstellungssparte des Museums der Schwalm in Ziegenhain ist nun wieder zu bestaunen: Am Sonntag wurde die Ausstellung „Vor- und Frühgeschichte im Museum der Schwalm“ wiedereröffnet.

Museumsleiter Konrad Nachtwey begrüßte 50 Besucher, die sich zur Vernissage eingefunden hatten.

„Besonderes Haus“

Nachtwey beschränkte sich auf Dankesworte an die Hauptakteure Ingolf Schuster aus Schwalmstadt und Dr. Heribert Heidenreich aus Erlangen, die in monatelanger Fleißarbeit die Abteilung neu konzipiert und umgebaut hatten. Er konnte seinen Stolz nicht verhehlen, dass nun das Museum wieder komplett und mit seinen fünf Sparten ein „besonderes Haus“ der Region ist.

Ingolf Schuster ließ in einem kurzen Film aus den 20er-Jahren den Stand der steinzeitlichen Forschung jener Tage Revue passieren und erinnerte an den großen Ziegenhainer Lehrer und Forscher Dr. h.c. Adolf Luttropp. Dieser hatte mit seiner systematischen Suche Fundstellen entdeckt, die unter Fachleuten weltweit Aufsehen erregten: Den Beweis einer sehr frühen Besiedlung der Region Schwalm. Schuster verblüffte durch seine Generationendarstellung, um Zeitabläufe plastisch zu schildern, dargestellt an der Aussage, dass die Menschheit vor zwei bis drei Generationen mit Neil Armstrong den Mond betrat

Dr. Heribert Heidenreich ging direkt auf die Ausstellungskonzeption ein und vermittelte in wissenschaftlicher Weise die Zusammenhänge zwischen den gefundenen Gebrauchsgegenständen in den Vitrinen und den Siedlungszeiten der Menschen.

Manch einem wurden erstmals die Begriffe Band- und Schnurkeramik in ihren zeitlichen Dimensionen bewusst. Dies wurde besonders an der Töpferei Klaushof deutlich, die in enger Beziehung zur Grafschaft Ziegenhain stand, aber auch im europäischen Vergleich von Bedeutung war.

Vielfalt und Übersichtlichkeit

In der anschließenden Besichtigung der neuen Ausstellungsräume war manches anerkennende Wort zu hören über die Vielfalt bei gleichzeitiger Reduzierung der Exponate und gesteigerter Übersichtlichkeit. Museumsleiter Nachtwey hofft, mit dieser Ausstellung besonders auch Schulklassen ansprechen zu können. (che)

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