Das Ehepaar Bretfeld sagte heute vor 65 Jahren Ja und hätte dies immer wieder getan

Es blieb der glücklichste Tag

Denken froh und dankbar an die Weihnachtszeit 1949 zurück: Das Eiserne Ehepaar Bretfeld im Eigenheim in Ziegenhain. Foto: Quehl

Ziegenhain. Schön haben es die Bretfelds in ihrem Eigenheim in Ziegenhain. Fotos, knuffige Dekogegenstände und Kerzen schmücken ihr behagliches Wohnzimmer, in dem sie es sich so gern zusammen gemütlich machen. Kaum zu glauben, dass das Ehepaar heute vor 65 Jahren geheiratet hat.

Das Zusammensein schätzen die beiden sehr, ihr traditionelles Lebensbild passt für das Jubelpaar dazu nur zu gut. Brigitta Bretfeld, geb. Markus, heute 81 Jahre alt, war ihr ganzes Leben lang Hausfrau und ist stolz darauf. Das Kochen liebt die Jubilarin noch immer, gern darf es Deftiges wie Schweinebraten mit Knödeln sein.

Erich Bretfeld (84) lernte das Schlosserhandwerk und war bis 1982 bei den Farbenwerken Höchst in Treysa, danach in Marburg beschäftigt. 48 Arbeitsjahre stehen in seinem Lebenslauf, viel Zeit verbrachte Erich Bretfeld auch auf Montage.

In der Hospitalskapelle in Treysa hatten sich die beiden Brautleute, die beide aus dem Sudetenland stammten, damals blutjung das Jawort gegeben. Anschließend zogen sie sofort in ihre eigene Wohnung in Treysa, der damalige Treysaer Bürgermeister Ludolph half ihnen dabei, eine Unterkunft zu finden.

Noch einmal veränderten sie sich 1974, zogen in das selbstgebaute Haus in der Eisenacher Straße in Ziegenhain. Im damaligen Neubaugebiet genossen sie immer die angenehme Nachbarschaft, ein weiterer Glücksgriff. Über ihren Entschluss, genau hier zu leben, sind sie seit Jahrzehnten froh.

Auch wenn die Zeit des Reisens nun erst einmal vorüber war. Nach Italien hatte es das Ehepaar Bretfeld bis in die frühen Siebziger, als der Hausbau begann, immer wieder gezogen. Schöne Erinnerungen haben beide an die Adria, die Riviera und Venedig. Wie damals pflegt Brigitta Bretfeld noch heute ihren Garten mit dem hübschen Häuschen in der Mitte, das sommers zu schönen Stunden im Freien einlädt. Vielleicht hat auch diese Tätigkeit das Eiserne Ehepaar Bretfeld so vital und lebensfroh gehalten.

Gefeiert wird heute auf jeden Fall im Familienkreis. Ihr Sohn sowie zwei Enkel und zwei Urenkel gratulieren.

Das Glück und die Freude über ihre Zweisamkeit wollen sie so lange wie möglich teilen, denken scherzend an die Steinerne Hochzeit nach 67,5 Jahren. Bis dahin möchten sie am liebsten genau so miteinander weiterleben, wie sie es immer getan haben, in Toleranz gegenüber dem anderen und viel Heiterkeit beim Musikhören, Fernsehenschauen und der Gartenarbeit.

Von Anne Quehl

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