Böllertests in Schwarzenborn

Deutschlandweit einzige Prüfstation auf Standortübungsplatz

Teststation für Sprengstoffe und Feuerwerk
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Neu ist die Teststation für Sprengstoffe und Feuerwerk in Schwarzenborn auf dem Gelände der Bundeswehr.

Schon jetzt Feuerwerksartikel vom Markt genommen. Weitere Prüfungen folgen.

Schwarzenborn. Die deutschlandweit einzige Teststation für Sprengstoffe und Pyrotechnik ist in Schwarzenborn auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr aufgebaut worden. So wird derzeit in Schwarzenborn in etwa dreiwöchentlichem Rhythmus jeweils drei Tage Silvesterfeuerwerk getestet. Bereits aufgrund der ersten Tests von etwa 20 Artikeln zu jeweils zehn Stück wurden durch die holländische Marktüberwachungsbehörde zwei Artikel vom europäischen Markt genommen.

Der Hintergrund: Neben formalen Prüfungen sind auch die praktischen Überprüfungen von Feuerwerk erforderlich. Damit werden europäische Richtlinien und das deutsche Sprengstoffgesetz umgesetzt. Die Mitarbeiter des „Fachzentrums Marktüberwachung Sprengstoffrecht“ beim Regierungspräsidium in Kassel ziehen dafür Proben von pyrotechnischen Gegenständen bei Herstellern, Importeuren, Händlern, aber auch bei Verwendern wie Großfeuerwerkern und geben diese an ein Prüflabor. Das deutschlandweit einzige Prüflabor, die Firma HPS Examination GmbH & Co. KG, hat seinen Sitz im Bereich des Regierungspräsidiums Kassel, und zwar in Kalbach bei Fulda. Durch Vermittlung und mit Unterstützung des Dezernats Arbeitsschutz beim RP Kassel wurde für das Labor nun das Gelände auf dem Standortübungsplatz Schwarzenborn der Bundeswehr gefunden, das ideale Voraussetzungen für praktische Tests bietet.

Mittlerweile sind neben Prüfaufträgen verschiedener Aufsichtsbehörden der Bundesländer auch Aufträge der holländischen Marktüberwachungsbehörde an das Testzentrum der Firma HPS gegangen. Ebenso wird seitens des „Fachzentrums Marktüberwachung Sprengstoffrecht“ beim RP agiert, d.h. falls bei Prüfungen Gefahren für Verbraucher, Zuschauer oder Arbeitnehmer festgestellt werden, wird veranlasst, dass die jeweiligen Feuerwerkskörper vom Markt zu nehmen sind. (Sylke Grede)

Kontakt: fz-mue-spreng@rpks.hessen.de, Tel. 0561/106-2788

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