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Studie zur Fusion von drei Kommunen soll 2022 fertig sein

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Rathaus Oberaula
Mit einer Machbarkeitsstudie wollen Ottrau, Oberaula und Neukirchen prüfen, wie weit die Zusammenarbeit intensiviert werden kann. Am Ende könnte eine Fusion der drei Kommunen stehen. © Ina Henschel

Die Fusion der Gemeinden Ottrau, Oberaula und der Stadt Neukirchen soll im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit durch eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht werden. Darin soll untersucht werden, welche Möglichkeiten der Kooperation sich hinsichtlich der rechtlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Kriterien ergeben.

Neukirchen/Ottrau/Oberaula – Mittelpunkt steht dabei die Sicherung der kommunalen Daseinsvorsorge, insbesondere im Hinblick auf die künftigen inhaltlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen. „Dabei werden die Ausgangssituationen in den Kommunen ermittelt, gegenübergestellt und bewertet“, erklärt Ottraus Bürgermeister Jonas Korell als Sprecher der drei Kommunen. Es geht um die Erhebung einer Datengrundlage, auf derer sich die Bürger eine fundierte Meinung bilden können, ob eine Gemeindefusion sinnvoll für ihre Kommune ist. „Diese Betrachtung ist völlig ergebnisoffen“, verdeutlicht Jonas Korell.

Zeitplan

Nach derzeitigem Planungsstand soll die Studie noch in diesem Jahr fertig gestellt und dann nach den Beratungen und Verabschiedung in den Gremien Anfang des nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Auftraggeber der Studie ist der Gemeindeverwaltungsverband „Südlicher Knüll“, der die Machbarkeitsstudie in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern und drei ehrenamtlichen Mitgliedern des Verbandsvorstands erstellt und von einer sogenannten Lenkungsgruppe begleitet wird.

Dieser gehören Vertreter der Gemeinden und Fraktionen sowie der Stadtverordneten an.

Rathaus Ottrau
Rathaus Ottrau © Sandra Rose

Es ist geplant, dass sich im März 2022 diese Lenkungsgruppe konstituieren soll, die die Schwerpunkte der Studie festlegt und auch als Forum für Ideen und Anregungen der Gremien, Fraktionen und aus der Bevölkerung dient.

Vorbilder

„Ein Jahr Vorlaufzeit sollte unbedingt eingeplant werden, denn Sorgfalt geht vor Schnelligkeit“, weiß Johannes Heger, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes.

Johannes Heger
Johannes Heger © Johannes Heger

Nach seiner Erfahrung gibt es viele Beispiele in Hessen, bei der eine Fusion geklappt hat wie Alleendorf Eder und Bromskirchen, das ein Ortsteil von Allendorf wurde oder Oberzent im Odenwald, das 2018 aus dem Zusammenschluss der Stadt Beerfelden mit den Gemeinden Hesseneck, Rothenberg und Sensbachtal entstand.

Bei Erbach und Michelstadt im Odenwald hingegen sprach sich eine Mehrheit gegen die Fusion aus, genau wie in Erlensee und Neuberg im Main-Kinzig-Kreis. „Bei einem Zusammenschluß zählen aber nicht nur rationale Aspekte sondern auch emotionale“, gibt Johannes Heger zu bedenken.

Rathaus Neukirchen
Das Rathaus Neukirchen © Ludger Konopka

Kosten

Letztendlich nämlich entscheiden die Bürger der der beteiligten Kommunen über die Frage: Geht es zu Dritt?

Die Kosten der Machbarkeitsstudie werden mit 50 000 Euro komplett vom Land Hessen gefördert. Foto: Hess.Staedte- und gemeindebund

Von Jochen Schneider

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