Bundeswehr: Jägerbataillon beendet Grundausbildung mit Gelöbnis

Schwarzenborn: Peter Tauber zu Besuch bei den Jägern

Verpflichtung: Die Rekruten der Fernmeldeausbildungskompanie des Jägerbataillons 1 sprechen die Gelöbnisformel..
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Verpflichtung: Die Rekruten der Fernmeldeausbildungskompanie des Jägerbataillons 1 sprechen die Gelöbnisformel.

An die eigene Grundausbildung erinnert sich jeder aktive oder ehemalige Soldat. Obwohl sie mit gut drei Monaten Dauer zumindest bei Zeit- oder Berufssoldaten nur einen kleinen Teil der Dienstzeit ausmacht, ist sie die vielleicht prägendste Erfahrung, weil in diesem kurzen Zeitraum aus einem Zivilisten ein Soldat wird.

Schwarzenborn - Meist ist in der Erinnerung die eigene Grundausbildung die härteste, die jemals in der Bundeswehr stattfand, aber gerade die überstandenen Belastungen geben den „Anfängern“ ein Gefühl von Stolz auf die eigene Leistung, heißt es in einer Mitteilung.

Bundeswehr: Staatssekretär beim Truppenbesuch

Auch der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Dr. Peter Tauber, hat seine Grundausbildung nicht vergessen und so konnte er vergangenen Samstag vor den Rekruten der Fernmeldeausbildungskompanie DSK des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn anlässlich deren feierlichen Gelöbnisses auf diese gemeinsame Erfahrung in besonderem Maße zurückgreifen, denn: „Dort wo Sie heute stehen, habe ich vor 25 Jahren gestanden. Nach meiner Grundausbildung in Schwarzenborn war ich enorm stolz, endlich das grüne Barett in Empfang zu nehmen.“

Einen großen Unterschied gibt es allerdings zwischen den Erfahrungen des heutigen Hauptmanns der Reserve Tauber und den vor ihm stehenden Rekruten: Die heutigen Soldatinnen und Soldaten gehörten zu den ersten, die ihre Grundausbildung unter den herausfordernden Bedingungen der Corona-Pandemie absolvierten.

Bundeswehr: Ausbildung in Corona-Zeiten

Anlässlich der sogenannten Rekrutenbesichtigung, also dem offiziellen Abschluss der Grundausbildung, zeigten die „Prüflinge“, dass sie ihr soldatisches Grundhandwerk trotz der besonderen Lage beherrschen. Fähigkeiten wie die Gewässerüberquerung, das Orientieren im Gelände, der Transport von Verwundeten und die Überwindung der Hindernisbahn mussten ohne Einschränkung nachgewiesen werden.

Gewässerüberquerung: Zur Prüfung der jungen Soldaten gehörte auch der richtige Umgang mit dem Schlauchboot. Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Dr. Peter Tauber (hinten links) macht sich auf dem Schwarzenborner Teich ein Bild von den Fähigkeiten der Rekruten.

Bundeswehr: Gelöbnis am Waldrand

Das feierliche Gelöbnis fand dann – passend zur Jägertruppe – auf der grünen Wiese vor dem Hintergrund des Waldes statt, also dem angestammten Gelände der Infanterie. Es sei erklärte Absicht des Jägerbataillons gewesen, das Gelöbnis der Rekrutinnen und Rekruten trotz der erschwerten Bedingungen zu einer eindrücklichen Erinnerung werden zu lassen, teilte die Bundeswehr mit.

„Sie alle haben sich aus freien Stücken für den militärischen Dienst entschieden. Sie haben sich dazu entschieden, sich einzuordnen in eine Gemeinschaft, in der Werte und Normen eine herausragende Bedeutung zukommt. In dem Wissen, dass diese Entscheidung Ihnen in den kommenden Monaten, mitunter Jahren viel abverlangen wird, stehen Sie heute hier angetreten“, sagte der Stellvertreter des Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Axel Schröder in seiner Rede an die Rekrutinnen und Rekruten.

Bundeswehr: Peter Tauber spricht sich Innere Führung aus

Auch Peter Tauber unterstrich in seiner Rede diese tiefe Bedeutung des Gelöbnisses und damit eines der Fundamente des Soldat-Seins: „Sie dienen heute dem besten Deutschland, das es je gab. Ihr Eid verpflichtet Sie, aufzustehen und zu widersprechen, wenn jemand diese Bundesrepublik Deutschland verächtlich macht. Die Verteidigung unserer Freiheit beginnt mit Worten. Mit Widerspruch gegenüber den Feinden der Republik.“

Die Innere Führung erziehe die Soldaten „zu Kameradschaft und Mitmenschlichkeit“. Wer diesen Werten treu bleibe, der habe „im Gegenzug auch Anspruch auf Anerkennung und Wertschätzung“. Diese schulde die Gesellschaft den Soldatinnen und Soldaten für den Schutz, den diese allen Bürgerinnen und Bürgern gewähren. Doch wer sich „in Symbolen und Werten verirrt“ habe, habe „in unseren Streitkräften nichts verloren“, machte Peter Tauber noch einmal eindringlich deutlich.

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