Operrn- und Gesangsstudio Hoffmeyer gastierte in der Hopitalskapelle

Mit Charme und Ausdruck

Tutti: von links Lotta Daß, Martina Olbrich, Johanna Heinze, Peter Becker, Laura Haber und Barbara Ritter begeisterten das Publikum mit bekannten Melodien aus Film, Popmusik, Operette und Oper. Foto: Euler

Treysa. Ein anspruchsvolles Programm erlebten die Zuhörer in der Hospitalskapelle in Treysa. Zum Benefiz-Neujahrskonzert des Opern- und Gesangsstudios Theodor Hoffmeyer hatten Roswitha Aulenkamp und Theodor Hoffmeyer eingeladen. Was die 90 Zuschauer in der Hospitalskapelle erwartete, war ein vielfältiges und abwechslungsreiches Repertoire aus Film, Popmusik, Operette und Oper.

Mitwirkende waren Laura Haber, Barbara Ritter, Lotta Daß, Johanna Heinze, Martina Olbrich und Dr. Peter Becker. Hervorragend begleitet wurden die Gesangssolisten am Flügel von Roswitha Aulenkamp, die mit ihrem sehr präzisen, dynamischen Spiel zum Gelingen des Abends beitrug.

Der weite Bogen der Darbietungen spannte sich von John Lennons Yesterday, gesungen von Laura Haber und Barbara Ritter, bis hin zu Engelbert Humperdincks berühmter Märchenoper Hänsel und Gretel, aus der Martina Olbrich und Johanna Heinze „Der kleine Sandmann“ und den traumhaft schönen Abendsegen sangen und damit dem Publikum ein Gänsehautgefühl vermittelten.

Das Publikum lauschte andächtig, sang innerlich mit und begann bewegt zu wippen, wie bei dem beschwingten italienischen Partisanenlied Bella ciao, das von Lotta Daß gesungen wurde, oder bei so berühmten Melodien wie der Barcarole von Jaques Offenbach, im Duettgesang fein abgestimmt und klangdynamisch sehr präzise interpretiert von Martina Olbrich und Johanna Heinze.

Stimmsicher interpretiert

Das berühmte, von Tenören auf der ganzen Welt gesungene Stück Granada markierte im ersten Konzertteil bereits einen Höhepunkt: stimmsicher, mit viel Charme und Ausdruck, interpretiert von Peter Becker.

Johanna Heinze zeigte sich im weiteren Verlauf des Konzertes mit dem sehr neckischen Stück „Mein Herr Marquis“ aus der Operette Die Fledermaus, sowie dem berühmten „Vilja-Lied“ aus der Lustigen Witwe von Franz Lehar stimmlich von ihrer besten Seite. Absolut präzise, filigran und klangdynamisch fein abgestuft bettete sich auch das Klavier in den Klangduktus des mal Melancholischen und mal Heiteren ein. Es führte zu einem organischen Ganzen von Singstimme und Klavier, welches ebenfalls in Martina Olbrichs stimmlich hervorragender Interpretation von Samson et Dalila des Komponisten Saint Saens erreicht wurde.

Mit Bernsteins Tonight aus der West Side Story verabschiedeten sich die Sängerinnen und der Sänger vom begeisterten Publikum. Der Applaus ließ nicht lange auf sich warten, und es erklang als Zugabe das Stück Memory.

Von Markus Euler

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