Kleines Publikum hatte Riesenspaß

Comedy-Nacht lockte nur wenige Besucher

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Stefan Prusa (links) und Sandra Störmer (rechts) dienten Daniel Reinsberg als Bauchrednerpuppen.

Schwalmstadt. Sie gaben ihr Bestes vor einer Handvoll Zuschauern: Die aus Pro7 und Sat.1 bekannten Comedians Daniel Reinsberg, Matthias Jung und Thomas Nicolai bereiteten am Freitagabend in der Ziegenhainer Kulturhalle knapp 40 Gästen einen überaus lustigen Abend, obwohl die magere Besucherzahl eher ein Grund zum Weinen war.

Daniel Reinsberg führte als Moderator durch den Abend. Er bezog gleich zu Beginn die Zuschauer mit ein und übte mit ihnen den Szenenapplaus "Schwalmstadt in Ekstase". Die Unterhaltung des Bauchredners mit seinem Waschlappen Tarzan trieb dem Publikum Lachtränen in die Augen und wurde mit kräftigem Applaus belohnt.

Matthias Jung erzählte aus seinem Leben, von seiner Familie und der Suche nach einer Freundin. Sein trockener Humor kam gut an. Die wenigen Besucher kommentierte er mit den Worten: "Noch schlimmer war ein Auftrag im Saarland. Da gingen die 20 Leute während des Auftritts einfach raus, bis auf ein Pärchen. Die hatte ich zugeparkt."

Nach der Pause wurde das Publikum wieder aktiviert. Daniel Reinsberg holte zwei Zuschauer als menschliche Bauchrednerpuppen auf die Bühne. Stefan Prusa und Sandra Störmer aus Schwalmstadt meisterten ihre Aufgabe perfekt und ernteten damit stürmischen Applaus.

Thomas Nicolai, der Mann der tausend Stimmen, begeisterte mit Plaudereien über Männer im Allgemeinen und sich selbst im Besonderen, über das Leben in der früheren DDR, seine Probleme als Sachse bei den Sprechübungen auf der Schauspielschule.

"Auf einem sächsischen Tischchen steht ein chinesisches Fläschchen" sei ein Satz, der nur erfunden wurde, um die Sachsen zu quälen, meinte er.

Der Höhepunkt seines Programms waren die verschiedenen Wiegenlieder, mit denen er immer seinen kleinen Sohn Benedikt in den Schlaf singt. Zuerst versucht er es mit "Schläft denn der kleine Holzmichel schon?" Hilft das nicht, kommt das Schlaflied von Rammstein zum Einsatz. Und wenn gar nichts mehr geht, muss Grönemeyer herhalten. Dem Publikum gefielen alle drei Versionen, es klatschte kräftig mit.

Nach dem zweieinhalbstündigen Programm waren die Zuschauer begeistert. Mascha Betz war aus Alsfeld angereist. "Es war sehr gut. Ich bin nur enttäuscht, dass so wenig los war," meinte sie abschließend.

Auch für Udo Lohr aus Treysa, eigentlich mehr ein Fan von politischem Kabarett, war es ein gelungener Abend. "Witzig, spritzig, einfach gut!" war sein Fazit. Schade für all diejenigen, die nicht gekommen waren – sie haben einiges verpasst. (yim)

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