Vertreterversammlung: VR Bank Hessenland wächst – Vorstand zieht positive Bilanz aus dem Jahr 2014

Ein Dank an den Mittelstand

Finanzen im Fokus: (von links) Ralph Kehl (Vorstand), Stipendiat Johannes Wicker, Werner Braun (Vorstand), Stipendiatin Katja Hill, Helmut Euler (Vorstandsvorsitzender) und Helmut Klaner (Aufsichtsratsvorsitzender) bei der Vertreterversammlung. Foto: Rose

Merzhausen. Der Geschäftsverlauf, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Auswirkungen der Niedrigzins-Politik standen am Dienstagabend im Mittelpunkt der Vertreterversammlung der VR Bank Hessenland in der Antreffhalle: Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Klaner erklärte vor 500 Gästen, dass die Attraktivität der 1045 Volks- und Raiffeisenbanken mit mehr als 18 Millionen Mitgliedern so hoch wie nie zuvor sei. Erwirtschaftet wurde ein Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 7,4 Milliarden Euro - „deutlich mehr als alle anderen Bankengruppen in Deutschland“.

Auch Vorstandsvorsitzender Helmut Euler zog eine zufriedene Bilanz. Die Entwicklung der Bank sei in erster Linie dem guten Mittelstand in der Region zu verdanken. Man profitiere vom Unternehmertum: „Dieses Bewusstsein muss weiter wachsen.“ Wachstumsmotor sei 2014 das Kundengeld gewesen. Es habe sich um 70 Millionen erhöht.

Bank stärkt Eigenkapital

Der Zuwachs verteilte sich auf alle Geschäftssparten - Geldanlagen, Wertpapiere, Bausparen und Lebensversicherungen. Das Kreditgeschäft wuchs um 53 Millionen: „Die Neukreditzusagen beliefen sich auf 118 Millionen Euro - das war ein normales Jahr“, erklärte Euler. Im Bereich der regenerativen Energien habe sich das Geschäft etwas beruhigt, dennoch sei der Anteil von 16 Prozent eine wichtige Säule für die Bank. Erfreulich sei auch die Entwicklung der Tochtergesellschaft, der Raiffeisen Waren GmbH: Der Umsatz lag 2014 bei 85 Millionen Euro. „Zum ersten Mal konnten mehr als 1000 Tonnen Getreide angenommen werden“, verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende. Mit der Ertragslage der Bank sei der Vorstand ebenfalls zufrieden. Bei einer Steuerzahlung von fast vier Millionen Euro stärke die Bank ihr Eigenkapital in Höhe von acht Millionen Euro. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag, eine Dividende von sechs Prozent zu zahlen.

Neue Herausforderungen

Nach Einschätzungen des Vorstandes wird die Nullzinspolitik, die die Europäische Zentralbank eingeleitet hat, die Zinsspannen deutlich verringern. „Die geänderte Wetterlage der Politik wird dafür sorgen, dass Banken noch stärker um ihre Kunden ringen, aber auch, dass die Kostenstrukturen in den Häusern entsprechend angepasst werden müssen“, sagte Euler.

Die zunehmende Regulatorik der Bankenaufsicht und die Demografie - „in den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der Einwohner in der Region um 5000“ - stelle die Banken vor große Herausforderungen.

Zuletzt gaben Vorstand und Aufsichtsrat Einblick in die Ergebnisse der gesetzlichen Prüfungen.

Das Fazit lautete, dass die Genossenschaftsbank gut aufgestellt sei. „Die Bank verfügt über eine geordnete und stabile Vermögenslage“, erklärte Euler. Kurz notiert

Von Sandra Rose

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