Rainer Wälde stellt zweiten Nordhessen-Krimi vor

Rätselhafter Mordfall erschüttert den Knüll

Rainer Wälde mit dem neuen Krimi Winterzittern
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Rainer Wälde in Großropperhausen mit seinem neuen Krimi „Winterzittern“

Binnen kurzer Zeit steht das zweite Buch von Krimi Autor Rainer Wälde in den Regalen. In dem Heimatkrimi streift Protagonist Timo von Sternberg durch den Schwalm-Eder-Kreis und versucht einen Mord zu klären.

Großropperhausen. So kriminell hat Rainer Wäldes Krimi-Protagonist Timo von Sternberg die Region Nordhessen gar nicht eingeschätzt. Und nicht nur für den Kommissar ist es der zweite Mordfall innerhalb kurzer Zeit. Auch für die Leser der nordhessischen Krimi-Reihe des Großropperhäuser Autors ist es eine Überraschung: Innerhalb eines halben Jahres erscheint nun nach „Herbstbeben“ mit „Winterzittern“ der zweite Band über die Ermittlungen des adligen Kommissar.

In „Winterzittern“ steht Timo von Sternberg vor dem rätselhaften Tod eines Landtagsabgeordneten, der in Neukirchen bei einer Jagd erschossen wird. Alle Spuren deuten auf eine junge Vegetarierin hin. Doch sie hat kein Motiv für einen Mord an dem bekannten Politiker. Kurz darauf wird im Computertomografen des Klinikums in Melsungen ein toter Chefarzt aufgefunden. Was auf den ersten Blick wie ein klassisches Herzversagen aussieht, entpuppt sich als heimtückischer Mord.

Als Kulisse wählt Wälde erneut Großropperhausen und den gesamten Schwalm-Eder-Kreis. Während Timo von Sternberg dort ermittelt, schickt Wälde allerdings eine weitere bereits bekannte Hauptfigur, Jörg Möbius, der als Reporter bei der Kreiszeitung Schwalm-Eder arbeitet, auf das Traumschiff in Richtung Neuseeland. Auch die zarten Bande zwischen dem attraktiven jungen Kommissar und der Spieskappeler Pfarrerin Silja Grunewald erfahren eine weitere Entwicklung.

Wie schon im ersten Band spürt der Leser die Region, geht neben dem Kommissar dieselben Wege, sitzt neben ihm in seinem grünen Alfa Romeo. Den Reiz von „Winterzittern“ macht auch die Art und Weise aus, wie Wälde mit realen und fiktiven Figuren spielt. Da hält die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann in Spieskappel, ihrer früheren Pfarrstelle, eine Lesung und Reporter Möbius sitzt auf dem Traumschiff neben Barbara Wussow beim Frühstück.

„Winterzittern“ ist ein weiterer Beleg dafür, wie sehr sich sein Autor auf seine neue Heimat eingelassen hat. Der mehrfach ausgezeichnete Fernsehjournalist Wälde stammt aus dem Schwarzwald und lebt seit einigen Jahren auf dem Gutshof in Großropperhausen. Mit „Winterzittern“ legt er für den Landstrich zwischen Schwalm und Eder einen Heimatroman vor. Der Inhalt strapaziert nicht, verlangt keine neue Sicht der Dinge. Die Verbrechen sind schlichtweg Fiktion – auch wenn die Leiche Otto Schwalm heißt und aus Verna stammt. Der neue Krimi ist für 19,80 Euro im Buchhandel erhältlich. (Sylke Grede)

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