Seniorenwohnprojekt in Schwalmstadt

Genossenschaft stellt Bauschild in Treysa auf

Reinhart Darmstadt und Susanne Nau stehen an einem Bauschild
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Am Alten Feld in Treysa soll eine Wohnanlage des Vereins Gemeinsam ins Alter entstehen, hier Reinhart Darmstadt und Susanne Nau.

„Auf diesen Moment haben die Mitglieder des Vereins und der Genossenschaft Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt lange hingearbeitet“, sagt Reinhart Darmstadt und meint damit den Aufbau des Bauschildes in Treysa gegenüber der Hephata-Gärtnerei.

Wie die Vorsitzende der Genossenschaft, Susanne Nau, erklärt, wird noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Wohnanlage für gemeinschaftliches Wohnen für Senioren begonnen. Der Bau wird am unteren Ende der Wiese des Grundstücks der Hephata Diakonie erstellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dafür verkauft Hephata der Genossenschaft ein Grundstück in der Größe von etwa 2500 Quadratmetern an der Straße Am Alten Feld.

Die Wohnanlage haben die zukünftigen Mieter mit dem heimischen Architekturbüro Biskamp zusammen in vielen Sitzungen geplant. Es werden zwei zweigeschossige Wohngebäude mit zusammen zwölf Wohnungen unterschiedlicher Größe, ein Gemeinschaftshaus mit großer Küche, eine Gästewohnung und ein Techniktrakt mit Kellerersatzräumen erstellt. Reinhart Darmstadt, Vorsitzender des Vereins, betont, dass das Konzept für das zukünftige Leben in verlässlicher Nachbarschaft nicht mit Betreutem Wohnen zu verwechseln sei. Seit Jahren hätten die Vereinsmitglieder ein Konzept für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im Älterwerden entwickelt und festgeschrieben. Einziehen können Senioren, die fit genug sind, ihren Alltag zum Teil gemeinsam zu gestalten.

Laut Darmstadt gehe es vor allem darum, Langeweile und Einsamkeit vorzubeugen. Rechtlich organisiert ist das Wohnprojekt in einem Verein und einer Genossenschaft. Letztere soll das gemeinschaftliche Eigentum organisieren und eine hohe finanzielle Verlässlichkeit bieten – zukünftige Bewohner zahlen ein Drittel der Wohnung als Einlage und mieten die Wohnfläche von der Genossenschaft. Die Miete ist ortsüblich. Bei Auszug oder Tod wird die Einlage entweder ausgezahlt oder vererbt.

Noch in diesem Jahr soll die Bodenplatte für den Gebäudekomplex entstehen, berichtet Christiane Darmstadt. Die ersten Bewohner können voraussichtlich Ende 2021 einziehen. Aktuell sind alle Wohnungen vergeben, allerdings gibt es zusätzlich eine Intereessentenliste. Jeder, der sich für eine Wohnung im barrierefreien Niedrigenergiehaus bewirbt, muss sich bewusst sein, dass ein gegenseitiges Kennenlernen vor dem Einzug die Basis für ein gelingendes Zusammenleben ist, teilt der Verein weiter mit. Von der erste Idee bis heute sind übrigens zehn Jahre vergangen: „Wir haben uns bestehende Projekte angeschaut und festgestellt, dass dieser Zeitraum üblich ist. Auch deshalb haben wir uns nicht entmutigen lassen und immer an das Projekt geglaubt“, sagt Christiane Darmstadt.  sro

Informationen unter gemeinsaminsalter-schwalmstadt.de oder bei Reinhart Darmstadt, Tel. 0 66 91/2 28 21.

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