Die aus Treysa stammende Dagmar Sippel stellt aktuell in Nordfrankreich aus

Dieb der Mona Lisa in Metz

Dagmar Sippel

Treysa/Metz. Werke der aus Treysa stammenden Künstlerin Dagmar Sippel sind Teil einer Ausstellung in der nordfranzösischen Stadt Metz. Mit „Kunst in den Gärten“ stellt die Stadt Metz in diesem Jahr zwanzig großformatige Fotografien aus.

Zu sehen ist noch bis zum 20. September eine Reihe von ausdrucksstarken Kunstwerken, vergrößert auf festem Segeltuch in der Größe drei Mal vier Meter. „Ich finde die Idee ganz wunderbar und habe mich gefreut, dass zwei von meinen Arbeiten ausgewählt wurden“, erklärt die Paris lebende Künstlerin. Ihre Werke in Metz: „Der Dieb der Mona Lisa“, Selbstportrait mit ‚falscher Mona‘ , realisiert vor dem Louvre, 1993 in Paris und „Stets zu ihren Diensten“, Selbstportrait als springende Kellnerin, realisiert im Palais Royal, 1992 in Paris.

Kürzlich allerdings besuchte die Fotografin mit ihrem Mann Didier die Austellung in Metz und musste feststellen, das Bild „Der Dieb der Mona Lisa“ war weg. Gestohlen. „Ich freue mich, dass meine Fotos gefallen und Anklang finden“, meint die Künstlerin, „aber dass sie jetzt sogar gestohlen werden, wer hätte das gedacht.“

Die Stadt Metz hat Anzeige erstattet. Im besten Fall ersetzt die Versicherung den Verlust und bezahlt einen neuen Abzug auf Segeltuch, hofft die Künstlerin. Sie befürchtet allerdings, dass in Zukunft solche Ausstellungen im öffentlichen Raum nicht mehr stattfinden, da keiner die Verantwortung übernehmen und die Sicherheit garantieren kann und will.

Dagmar Sippel wurde in Treysa geboren und besuchte das Schwalmgymnasium. Dort fiel sie ihrer damaligen Kunstlehrerin Astrid Schimmelpfennig auf. Sippel studierte an der Kunsthochschule Kassel bei Professor Harry Kramer. Es folgten Ausstellungen in Köln, Berlin und Paris. Seit 17 Jahren ist sie mit einem Franzosen verheiratet.

Von Sylke Grede

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