800 Einwohner werden vom neuen Nahwärmenetz profitieren – Baustart im Frühjahr

Das Dorf Wasenberg heizt ein

Volles Haus: Gut besucht war die letzte Infoveranstaltung im Gasthaus Jägerheim zum Thema Nahwärme in Wasenberg. Foto: privat/nh

Wasenberg. Das Konzept für das Nahwärmenetz in Wasenberg steht. Es wurde mehr als 220 Interessierten in der letzten von insgesamt sechs Infoveranstaltungen vorgestellt.

Laut Genossenschaftsvorsitzendem Heinz Heilemann sollen 210 Gebäude mit 330 Haushalten und 800 Einwohnern an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. 48 Wasenberger Gewerbetreibende, vom neugegründeten Einmannbetrieb bis zu den alteingesessenen Wasenberger Betrieben, beteiligen sich an dem Wärmekonzept. Das Nahwärmenetz wird etwa zehn Kilometer lang und transportiert Wärme, die bisher aus ca. 800 000 Litern Heizöl erzeugt wurde. Durch die Zusammenarbeit mit der EAM Energie Plus konnte eine wesentliche Verbesserung erreicht werden, ist Heilemann überzeugt. Die EAM Tochtergesellschaft erzeugt in der Heizzentrale im Gewerbegebiet Hartmannsäcker mit drei Blockheizkraftwerken aus Biogas der Anlage in Kirchhain-Stausebach, Strom (wir berichteten). Für die Genossenschaft entfallen dadurch Kosten für die Energieerzeugungsanlagen, Pufferspeicher und Pumpentechnik. Die Ersparnis kompensiert der höhere Bezugspreis der fertigen Wärme, sodass es bei dem ursprünglichen Preis bleibt, das Qualitätsniveau aber erheblich gesteigert wurde.

Insgesamt hat die Genossenschaft Investitionen in Höhe von 4.1 Millionen Euro für das Nahwärmenetz, die Hausübergabestationen und die Heizzentrale zu tragen. Dem gegenüber stehen das Eigenkapital in Höhe von 1, 2 Millionen Euro, Fördermittel in Höhe von 1,14 Millionen Euro und ein Bankdarlehen von 1.8 Millionen Euro.

Die umfangreichen Vorarbeiten für das Projekt wurden von den 14 Personen der Initiative Nahwärme für Wasenberg umgesetzt. Die Gruppe setzt sich aus Kaufleuten, Handwerkern, Beamten, Technikern, Selbstständigen, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Bankkaufleuten und EDV-Spezialisten zusammen. Dieser Personenkreis bildet nun Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der Wasenberger Energiegenossenschaft.

Siegmund Laufer, Geschäftsführer der EAM Energie Plus erklärte, dass seine Firma nun mit Hochdruck an die weiteren Arbeiten geht. Bis Weihnachten sollen die Planungen abgeschlossen sein, damit im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann. (syg)

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