DRK auf sicheren Beinen

Mitglieder ziehen bei Kreisversammlung Bilanz

Helfer im Einsatz: Über 6000 Mal musste 2020 der Notarzt im Schwalm-Eder-Kreis ausrücken. Unser Archivbild enstand bei einer Übung für Notfallmediziner in Schwalmstadt. Archiv
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Helfer im Einsatz: Über 6000 Mal musste 2020 der Notarzt im Schwalm-Eder-Kreis ausrücken. Unser Archivbild entstand bei einer Übung für Notfallmediziner in Schwalmstadt.

Der DRK-Kreisverband Schwalm-Eder steht trotz Corona-Pandemie finanziell auf sicheren Beinen

Schwalm-Eder. Der DRK-Kreisverband Schwalm-Eder steht trotz Corona-Pandemie finanziell auf sicheren Beinen Schwalm-Eder. Das belegten die Zahlen der Jahresabschlüsse, die bei der Kreisversammlung in Borken jetzt vorgelegt wurden. Dennoch legte die Pandemie viele Bereiche im DRK lahm, heißt es in einer Pressemitteilung: Die Senioreneinrichtungen mussten durch ein Besuchsverbot geschützt werden, die Kursangebote der Sozialarbeit, der Breitenausbildung und die Seniorenreisen wurden eingestellt, die Seniorenbegegnungsstätten in Fritzlar und Jesberg geschlossen und zu guter Letzt wurde das Helfer-vor-Ort-System zum Schutz der Freiwilligen ausgesetzt.

Auch das JRK stellte seine Arbeit ein.

Die Zahlen

In 2020 organisierte der Rettungsdienst 31 194 Patiententransporte, die Notarzteinsatzfahrzeuge kamen 6032 Mal zum Einsatz. Die Sozialstation versorgte im Berichtsjahr monatlich zwischen 200 und 220 Pflegebedürftige. Der Menüservice lieferte 3139 Wochenkartons mit tiefkühlfrischen Menüs an durchschnittlich 60 Kunden wöchentlich aus. Im Hausnotruf konnte der Kreisverband 1604 Anschlüsse verbuchen, ein Plus von 20,25 Prozent.

Dem DRK-Kreisverband gehörten per 31. Dezember 2020 28 Ortsvereine mit insgesamt 11 291 Mitglieder an. Davon sind 846 Aktive und 336 Jugendrotkreuz-Mitglieder. Trotz Pandemie fanden 106 Blutspendetermine statt. Unter den 11 186 tatsächlichen Spendern waren 581 Erstspender. 620 Helfer waren aktiv, dabei wurden 4500 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet.

Wahlen

Manfred Lau ist seit 25 Jahren DRK-Kreisgeschäftsführer. Liebevoll im Verband als „Bob der Baumeister“ bezeichnet, wurden fast alle Rettungswachen und die drei Senioreneinrichtungen im Kreisgebiet in seiner Dienstzeit renoviert oder neu gebaut. Rettungsdienstleiter Marco Hille überreichte ihm einen goldenen Helm.

Turnusmäßig wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt: Vorsitzender Landrat Winfried Becker, stellvertretende Vorsitzende Ilona Braun (Melsungen) und Dr. med. Andreas Hettel (Kassel), Schatzmeister Bodo Fäcke (Homberg), Justitiar Rechtsanwalt und Notar Henning Klippert (Borken). Beisitzer sind Ingo Lange (Melsungen), Dr. Carsten Bismarck (Fritzlar), Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm (Neuental), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Hausen), Bürgermeister Marcèl Pritsch (Borken)

Ehrungen

Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbands Hessen, ehrte Uwe Riemann für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Die Verdienstmedaille des Landesverbandes erhielten Karl-Heinrich Klinger (Hausen), Reiner Knoch (Merzhausen) und Stefanie Schweiner (Grebenau). Bei der kreisverbandsinternen Ehrung wurde Bodo Fäcke aus Homberg ausgezeichnet – er engagiert sich seit 1952 im DRK und seit 1977 als Schatzmeister im geschäftsführenden Kreisvorstand. Auch Thomas Lampp aus Schorbach erhielt die Ehrung – er hatte während der Pandemie federführend das Projekt #SchützeDieAnderen ins Leben gerufen, bei der 80 000 Mund-Nasen-Bedeckungen von Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland genäht wurden. (Sandra Rose)

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