Weg frei für Neubau bei Möbelhaus Hämel

Parlament Frielendorf gibt grünes Licht für Edeka-Einkaufsmarkt

Der neue Edeka Standort neben dem Möbelhaus Hämel
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Der neuer Standort für den Edeka-Markt und die Erweiterung des Möbelhaus Hämel liegt in der Nähe der Bundesstraße.

Eine zukunftsweisende Entscheidung hat das Frielendorfer Gemeindeparlament in dieser Woche getroffen. Mit nur einer Gegenstimme – Dietrich Hahn, CDU – machten die Gemeindevertreter den Weg frei für ein Einkaufszentrum in unmittelbarer Nachbarschaft des Möbelhauses Hämel.

Auf dem Areal Stiefelsfeld/Mühlenstraße plant das Frielendorfer Traditionsmöbelhaus einen Neubau an seinen bestehenden Geschäftsflächen. Außerdem ist der Bau des bereits in der Ortsmitte ansässigen Edeka-Marktes geplant. Auch heißt es, dass die Kreisssparkasse in Frielendorf ihren Standort dorthin verlagert.

Im Prinzip herrschte Einmütigkeit unter den Fraktionen, denn außer ihrem Fraktionssprecher stimmte auch die CDU für das Vorhaben. Zufrieden zeigen sich auch die Freien Wähler – ein Großteil von ihnen gehört dem Ortsbeirat des Kernortes der Gemeinde an. In diesem Gremium haben man sich mit einer Zustimmung für das Projekt zunächst schwergetan, sagt FWG-Sprecher und Ortsbeiratsmitglied Matthias Dittschar im Gespräch mit der HNA. Viele Vorstellungen des Ortsbeirates seien nun im Bebauungsplan und im Städtebaulichen Vertrag enthalten.

Der Ortsbeirat und Mitglieder seiner Fraktion hätten nicht nur eine sinkende Kundenfrequenz im Ortszentrum befürchtet, sondern sich auch um die Folgenutzung des jetzigen Edeka-Standortes Gedanken gemacht, erklärt Dittschar: „Nicht, dass irgendein ein Unternehmen dort in der Ortsmitte seinen Müll abladen könnte.“ Insbesondere was den jetzigen Standort des Edeka-Marktes angeht sei man in den Verhandlungen mit Edeka-Hessenring erfolgreich gewesen. So ist jetzt in einem Städtbaulichen Vertrag geregelt, dass der Altstandort im Ortszentrum aufgegeben wird und eine gewerbliche Nutzung ausgeschlossen wird. Stattdessen soll dort jetzt ein Wohnquartier entstehen.

Edeka zieht um: In einem städtebaulichen Vertrag ist geregelt, dass am alten Standort ein Wohngebiet entstehen soll.

Das begrüßt auch SPD-Sprecher Gerhard Pflug. Zwar werde der Umzug der Kreissparkasse Kundenfrequenzen umleiten, aber insgesamt überwiegen für seine Fraktion die Vorteile. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch den Fußweg, der in Verhandlungen durchgesetzt wurde. Der Fußweg wird über die Mühlenstraße das neue Einkaufsareal mit der Hauptstraße – Frielendorfs Einkaufstraße – verbinden. Auch weist er darauf hin, dass Frielendorf ja nicht nur aus dem Kernort bestehe. „Wer nach der Arbeit noch einkaufen muss, sucht sich den Markt, der am schnellsten zu erreichen ist.“

Gegen den neuen Standort meldet sich Dietrich Hahn (CDU) zu Wort. Der Unternehmer betont, dass er nicht wegen seines Getränkemarkts im Ortskern eine Einzelmeinung vertrete. Da der künftige Supermarkt den Getränkehandel in das Ladengeschäft integriere, sieht Hahn keine Konkurrenz für den eigenen Betrieb.

Vielmehr sei es entwicklungspolitisch nicht gut. Es werde schwer sein, die Hauptraße zu beleben. Auch fürchtet Hahn, was in Frielendorf in Bewegung geraten könne. So habe bereits ein weiterer Supermarkt die Möglichkeit eines Abrisses und Neubaus signalisiert. „Es wird Kämpfe geben“, ist er überzeugt.

Positive Analyse
Die Verkaufsfläche von Hämel wird sich nicht verändern, sondern der älteste Teil der Hallen wird abgerissen und neu bebaut. Daneben ist der Neubau eines eingeschossigen Edekamarktes mit 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche geplant. Hinzu kommt ein Backshop mit Sitzcafé. Eine Analyse geht für den Markt von einem Umsatz von knapp 6 Millionen Euro aus und erwartet keine Beeinträchtigungen von Versorgungsstrukturen in Frielendorf und Nachbarorten.

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