Klare Sprache ist im Einsatz wichtig

Schwalm-Eder: Praxisanleiter im Rettungsdienst bilden sich weiter – Kripo unterstützt Ausbildung

Übung mit Dummy: Reanimationsmaßnahme an einem Säugling.
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Übung: Als eine Gruppenaufgabe mussten die Teilnehmer im Team eine Reanimationsmaßnahme an einem Säugling durchführen.

Um für den Ernstfall fit zu sein, trafen sich Rettungskräfte des DRK Schwalm-Eder – die sogenannten Praxisanleiter – zu einer Fortbildung. Neben der Praxis kamen auch Team bildende Aktionen nicht zu kurz.

Ziegenhain. Damit eine kompetente, oft lebensrettende, Versorgung der Patienten im Rettungsdienst zu gewährleisten, sei eine professionelle Ausbildung der Notfallsanitäter unumgänglich, heißt es in einer Mitteilung. Praxisanleiter bilden dabei ein wichtiges Bindeglied zwischen Rettungsdienstschule und Rettungswache.

Auch in diesem Jahr stellte Aus- und Fortbildungsleiter Mark Lesch vom DRK Schwalm-Eder wieder ein abwechslungsreiches dreitägiges Programm auf die Beine. Insgesamt 35 Praxisanleiter aus dem Schwalm-Eder-Kreis, Hofgeismar und Bad Hersfeld nahmen aufgeteilt in drei Kursen an der Fortbildung teil. Die ersten zwei Tage fanden in der Rettungswache Ziegenhain statt.

Neben fachlichen Themen wurde im Weiteren die Rhetorik aufgearbeitet, um Grundsätze der Kommunikation, sprachliche Flexibilität und Gesprächstechniken zu vertiefen und damit das Selbstbewusstsein zu stärken.

Gruppenaufgabe im Kletterwald

„Jeder Notfallsanitäter muss bei der Übergabe eines Patienten im Krankenhaus oder im Notfalleinsatz, mit wenigen Worten klar formulierte Übergabegesprächen und Arbeitsaufträge übermitteln“, erklärt Mark Lesch. „Gleichzeitig muss er überzeugend und beruhigend mit Patienten, Angehörigen und weiteren Einsatzkräften kommunizieren können.“ Der dritte Fortbildungstag fand im Waldhotel Dornröschenshöh am Edersee statt. Hierfür konnte Mark Lesch den stellvertretenden Leiter der Kripo Homberg Dirk Eschinger gewinnen, der über das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte, Besonderheiten an der Einsatzstelle, sowie mögliche Verbrechen sensibilisierte. „Notfallsanitäter haben im Einsatz den Fokus auf den Patienten gesetzt“, so Mark Lesch. „Es ist generell im Einsatz sehr wichtig, sich einen Überblick der Einsatzstelle zu machen, um mögliche Gefahren bzw. weitere wichtige Hinweise zu bekommen.“ Er sei der Polizei für die Unterstützung bei der Fortbildung sehr dankbar.

Zum Abschluss ging es für die Teilnehmer in den Kletterwald am Edersee. Die Praxisanleiter sollten sich als Team erleben und dabei erkennen, dass „Einzelkämpfer“ schnell an ihre Grenzen gelangen. Interaktions- und Gruppenaufgaben wurden im Team erledigt. Dabei näherte man sich laut Mitteilung den persönlichen Grenzen und hatte die Möglichkeit, diese individuell erweitern. (mha)

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