Auf Tournee: HR-Bigband machte am Mittwoch Station am Schwalmgymnasium

Eine Musikstunde nach Maß

Mit fulminantem Programm: Die HR Bigband war zu Gast beim Schwalmgymnasium. Es gab nicht nur viel Musik, sondern auch allerhand Wissenswertes. Foto: Rose

Treysa. Noch lebhafter hätte wohl eine Musikstunde kaum sein können als die, die am Mittwochmittag 400 Schüler des Schwalmgymnasiums erlebten. Zusammen mit Lehrern und Gästen lauschten sie den Profimusikern der HR Big- band, die durch hessische Schulen tourt. Nach einer Bewerbung im vergangenen Jahr hatte Musiklehrer Andreas Fiebig den Zuschlag für das Konzert bekommen.

Allein die Logistik der Bigband war bewundernswert, mit der Instrumente und allerlei Technik auf- und wieder abgebaut wurden. Da fühlte man sich buchstäblich in den Sendesaal versetzt. In der Treysaer Festhalle entrollten die Musiker ihr fulminantes Programm. Neben viel Musik gab es allerlei Wissenswertes zu hören. Moderiert wurde das Konzert von den Schülern Katinka Heinke (Jahrgang neun), Lea Beckmann und Henrik Naujoks (beide Q2).

Die jungen Leuten waren bestens vorbereitet, was lockere Fragerunden und charmante Moderation anging. Chefdirigent Jim Neely lobte das Talent der Drei. Denn zwischen Swing- und Jazzmusik wurde munter geplaudert.

Trompeter Axel Schlosser parlierte über Louis Armstrong, um dann das „Porträt für Louis Armstrong“ akustisch in Szene zu setzen. Heinz-Dieter Sauerborn interpretierte am Saxophon gefühltvoll „The wedding“ des südafrikanischen Komponisten Abdullah Ibrahim.

Spielerisch schön

Wie spielerisch Musik klingen kann, bewiesen die Profis bei ihrer Improvisation: Das Publikum hatte ihnen zuvor die zwei Harmonien F-Dur und E-Moll zugerufen – eine leichte Übung, die doch klar machte, dass auch Kreativität im Orchester gefragt ist. Neely erklärte: „Das ist wie das Lernen einer Sprache. Wir Musiker hören uns alte Meister an und klauen uns von denen was zusammen – letztlich entwickelt aber jeder seinen ganz eigenen Stil.“ Im Mittelpunkt der Öffentlichen-Rechtlichen Sender steht in diesem Jahr George Gershwin. Dem Thema trägt auch die Bigband Rechnung. „Mit „Rhapsody in blue“ schaffte es Gershwin vom Musical auf die klassischen Bühnen“, verdeutlichte Moderatorin Katinka Heinke. Und so war der Klassiker selbstverständlich auch live und in Farbe zu hören, ebenso ein Medley zur Oper „Porgy and Bess“.

Martin Scales an der Gitarre interpretierte schlussendlich den Klassiker einer Rockband aus den 70er-Jahren „Black Friday“.

Neben vielen Klangerlebnissen erfuhren die Schüler eine Menge übers „Musikgeschäft“ - von der Organisation der Proben, Konzerten und dem Vorspielen für den Nachwuchs. Sie werden sich wohl noch lange an die lebhafte Musikstunde erinnern.

Von Sandra Rose

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