Sieben Feuerwehrleute nahmen die Goldene Brandschutzehrung entgegen

Einsatz gegen Rauch und Feuer

Geehrt wurden: Norbert Pfeiffer, Felsberg-Wolfershausen; Heinz Kilian, Felsberg-Wolfershausen; Klaus Thewissen, Felsberg-Wolfershausen; Wilfried Brandenstein, Guxhagen; Wolfgang Hertel, Neukirchen; Dieter Klagholz, Neukirchen; Heinrich Bätz, Oberaula-Wahlshausen. Foto: Haaß

Schwalm. Für langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden sieben Feuerwehrmänner in Homberg mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande ausgezeichnet. Norbert Pfeiffer, Heinz Kilian, Klaus Thewissen (alle drei aus Felsberg-Wolfershausen), Wilfried Brandenstein (Guxhagen) Wolfgang Hertel, Dieter Klagholz (beide aus Neukirchen) und Heinrich Bätz (Oberaula-Wahlshausen) nahmen die Ehrung entgegen.

„40 Jahre sind in der Tat eine starke Sache. Ihr seid Menschen die Verantwortung tragen. Die dann da sind, wenn Not herrscht“, würdigte der Erster Kreisbeigeordnete Winfried Becker während der Feierstunde in der Kreisverwaltung die Leistung der Brandschützer.

Bis zum heutigen Tag stellen die Geehrten ihren Mitmenschen ihr Wissen und Können als Feuerwehrmänner unentgeltlich zur Verfügung, löschen Brände und leisten bei schweren Unfällen und extremen Wetterlagen technische Hilfe. Ehrenamt zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, brachte es Becker auf den Punkt.

Mussten Feuerwehren vor 40 Jahren noch überwiegend zu Bränden ausrücken, so sind heute 70 Prozent der Feuerwehreinsätze auch im ländlichem Raum Einsätze zur technischen Hilfeleistung. “Häufig Einsätze, die an die Substanz gehen“, sagte Becker.

Großbrände, schwere Unfälle, Gefahrguteinsätze, starke Unwetter – die Feuerwehren im Landkreis helfen, wenn Menschen in Not sind. „Feuerwehr ist immer eine Reaktion auf die Veränderung der Gesellschaft“, erklärte Kreisbrandinspektor Werner Bähr die Entwicklung im Bereich der Ausrüstung und Ausbildung in den vergangenen Jahrzehnten.

Gab es zum Beispiel früher nur ein knappes Dutzend Lehrgänge, so kann man heute auf der Landesfeuerwehrschule in Kassel weit über einhundert Fortbildungsveranstaltungen besuchen.

Auch hierin sah Winfried Becker ein Zeichen für den Wandel der Feuerwehrlandschaft „Jeder Handgriff muss im Einsatz sitzen“, resümierte er und brachte seinen Stolz für die Leistung der über 5000 ehrenamtlichen Brandschützer im Schwalm-Eder-Kreis zum Ausdruck.

Bähr verdeutlichte anhand eines Rechenbeispiels nicht nur den gesellschaftlichen Wert der Wehren für die Städte und Gemeinden, sondern auch den finanziellen: Pro Jahr spart eine Freiwillige Feuerwehr einer Kommune 2,5 Millionen Euro alleine an Personalkosten. „Das System Freiwillige Feuerwehr funktioniert nur, weil wir so viele sind“, so Fazit und Apell des langjährigen Kreisbrandinspektors. (zmh)

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