Amt bringt Freude, manchmal Anerkennung und so gut wie kein Geld

Im Einsatz für Gläubige

Küster unter sich: 17 Frauen und Männer aus dem Kirchenkreis Ziegenhain kamen zum Studientag unter der Leitung von Dekan Christian Wachter zusammen. Foto: privat

Ziegenhain. Oft nimmt man sie gar nicht recht wahr. Sie sind da und gehören dazu, die Menschen, die die Kirche vorbereiten, reinigen, heizen, pflegen, damit der Gottesdienst am Sonntag seinen geordneten Lauf nehmen kann: die Küster. Kürzlich trafen sich 17 Frauen und Männer aus dem Kirchenkreis Ziegenhain zu einem Studientag unter der Leitung von Dekan Christian Wachter. Bezahlung ist in diesem Amt nicht selbstverständlich, vieles geschieht ehrenamtlich und oft weit über den bezahlten Dienst hinaus. Nur an größeren Kirchen wie in Treysa, Ziegenhain und Neukirchen aber auch in der Hephatakirche gibt es zuweilen Arbeitsplätze mit einem etwas höheren Stundendeputat.

Und so gingen die Teilnehmer des Studientags der Frage nach: Was macht mich glücklich? Für alle, die im Küsterdienst tätig sind, sei es etwas Besonderes, Verantwortung für das Haus Gottes zu tragen. Natürlich stimme es traurig, wenn Gottesdienste schlecht besucht sind, oder wenn man für den Dienst aus der Gemeinde kaum oder nur wenig Anerkennung erfährt. Umso schöner ist es, wenn Menschen die Arbeit der Küster anerkennen. Grundtenor des Treffens war die Freude am Küsterdienst. Gisela Milewski aus Lenderscheid stellte fest: „Es ist ein besonderes Erlebnis, für die Menschen in meiner Gemeinde zu Silvester das neue Jahr einzuläuten, in der Stille der Nacht das Geläut zu hören, und dann setzt das Feuerwerk ein.“ Und Ursula Henkel aus Lischeid erzählte, wie schön es ist, wenn sich die Kinder des Dorfes am Nikolaustag mit ihren Eltern und Großeltern in der Kirche zu einer Andacht treffen. „Anschließend ist es mehr als der doppelte Aufwand, die Kirche zu reinigen, aber nach einer so gelungenen Veranstaltung weiß man, dass sich der Aufwand lohnt.“ (ras)

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