Scheune brannte in der Nacht zu Freitag aus

Einsatz über viele Stunden

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Freitagnachmittag: Die Brandstelle kann bis auf Weiteres nicht betreten werden.
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Die Löscharbeiten dauerten bis zum Freitagnachmittag: Die Brandstelle kann bis auf Weiteres nicht betreten werden.

In der Nacht zum Freitag ging eine Scheune in der Niederrheinischen Straße in Neukirchen in Flammen auf.

Neukirchen – Als Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 23.15 Uhr an der Einsatzstelle eintrafen, brannte das Gebäude bereits vollständig. Verletzt wurde niemand, die Brandursache ist noch unklar.

Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Andreas Keßler war das Feuer nach knapp einer Stunde unter Kontrolle. Eine gute halbe Stunde nach dem Eintreffen der Feuerwehr stürzte der Dachstuhl der Scheune ein, sodass der Innenangriff unmöglich war.

Laut Keßler erfolgte die Brandbekämpfung von allen Seiten von außen mit mehreren Strahlrohren und der Drehleiter der Neukirchener Feuerwehr. Ihr Ziel: das Übergreifen der Flammen auf die sehr dicht angrenzenden Gebäude, darunter ein Wohnhaus, zu verhindern. Die Scheune wurde jüngst lediglich als Abstellort für wenige Maschinen und Reste von Stroh und Heu genutzt.

Martin Diebel, der im angrenzenden Haus wohnt, schreibt auf Facebook: „Ich dachte jeden Augenblick steht mein Dach auch in Flammen! Ich bin der Freiwilligen Feuerwehr so dankbar, dass sie so schnell und professionell geholfen haben!“ Eine weitere Anwohnerin schrieb: „Ich lag im Bett [...] Und als ich auf bin, stand schon alles in Flammen. Ich bin wirklich dankbar, dass es so gut abgelaufen ist und ihr alle gesund seid!“

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Freitagnachmittag: Die Brandstelle kann bis auf Weiteres nicht betreten werden.

Insgesamt strömten knappe 3 000 Liter Wasser pro Minute durch die Rohre der Feuerwehren und löschten die Flammen. Das benötigte Löschwasser wurde erst aus den Hydranten rund um die Einsatzstelle entnommen, später auch aus dem Mühlgraben. Auch die Beamten der Polizeistation Schwalmstadt waren vor Ort.

Allerdings können sie noch keine Angaben zur Brandursache machen. Zurzeit wird laut Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, noch geprüft, ob das abgebrannte Gebäude betreten werden darf. Auch zur Schadenshöhe ist noch nichts bekannt.

Im Einsatz waren die Feuerwehren der Stadt Neukirchen, die Feuerwehr aus Schrecksbach, ein Rettungsteam, die Polizei Ziegenhain und die Homberger Kriminalpolizei. Gegen 4 Uhr morgens konnten die meisten Feuerwehrleute abbauen und abrücken. Die Hauptstraße war während des Einsatzes voll gesperrt, Nachlöscharbeiten dauerten bis nachmittags. (Kira Müller)

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