47 Schwimmer wagten sich in Neukirchen ins kalte Wasser

Eiskalt erwischt

Mutiger Sprung: Mitorganisatorin Birgit de Taillez nahm gestern die Jüngsten ein den eisigen Fluten in Empfang. Eine spezielle Gewebedecke schützte die empfindliche Kinderhaut. Fotos: Rose

Neukirchen. Es ist Neujahrstag. Und der ist in Neukirchen mit einem besonderen Ereignis verknüpft: Seit zehn Jahren organisiert der LTV Neukirchen das so genannte Eisbaden.

Im Freibad der Knüllstadt treffen sich dann all jene, die sich vom neuen Jahr buchstäblich eiskalt erwischen lassen wollen. Diesmal wagten sich 47 Schwimmer ins Wasser.

Zugegeben, die Bedingungen waren alles andere als kuschelig. Minus drei Grad zeigte das Thermometer an der Luft an. Damit war das Wasser immerhin wärmer, hier kletterte das Quicksilber bis auf null Grad.

Zwölf Ehrenamtliche des Sportvereins hatten schon tags zuvor für beste Bedingungen gesorgt und die Wasserobfläche, beziehungsweise eine Bahn, von einer fünf Zentimeter dicken Eisschicht befreit.

Doch nicht nur für die Athleten, auch fürs Publikum war bestens vorgesorgt. 200 Krapfen versüßten die Wartezeit, dazu gab es Tee und Glühwein.

Der Erlös aus dem Verkauf soll dem Schwimmbad zugute kommen. Birgit de Taillez und Horst Möller vom Organisationsteam baten zusätzlich um Spenden. Angeschafft werden soll eine neue Pumpe, um mithilfe einer Rahmenkonstruktion den Einstieg im Freibad auch in den Herbst- und Wintermonaten vom Eis frei zu halten.

Aufwärmrunde am Becken

Für ihr Geld bekamen die Zuschauer einiges geboten. Nach einer Aufwärmrunde entlang des Beckens, schlüpften die Freiwilligen im Hallenbad in ihre Badebekleidung. Birgit de Taillez wagte als erste den Sprung ins Wasser, ihr zur Seite stand ein Eisbär. Und der Polarexpress. Dahinter verbarg sich eine Gewebedecke für die Jüngsten.

Denn die Kinder der Schwimmabteilung hatten sich zwar seit Oktober auf das Experiment vorbereitet, ihre Strecke wurde jedoch erleichtert. Die Decke hielt allzu hohe Wellen vom Körper fern. Keine Gnade gab es hingegen für die Jugendlichen und die Erwachsenen.

Mit meist stoischem Blick und verzerrter Miene kämpften sich die Schwimmer durch die Fluten ihrer Bahn.

Dafür spendete das Publikum jede Menge Applaus. Eingewickelt in ein Handtuch ging es für die Schwimmer auf schnellstem Wege wieder ins Warme – ins wohl temperierte Wasser im Hallenbad. Ein Video und eine Fotogalerie zum Eisbaden finden Sie im Internet unter www.hna.de

Von Sandra Rose

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