Eltern müssen Schulbesuch in Schwalm-Eder zahlen

Schwalm-Eder. Der Besuch der Melanchthon-Schule kostet künftig 50 Euro pro Monat.

Bislang war die Melanchthon-Schule die einzige Privatschule mit staatlicher Anerkennung im Schwalm-Eder-Kreis, die kein Schulgeld erhebt. Das soll sich ab kommenden Schuljahr ändern. In den beiden anderen kirchlichen Privatschulen, der CJD Oberurff und der Ursulinenschule in Fritzlar, ist ein Schulgeld hingegen längst Standard.

Ab kommenden Schuljahr müssen Eltern 50 Euro pro Monat für den Schulbesuch ihres Kindes an der Melanchthon-Schule zahlen. Für Geschwisterkinder wird ein geringerer Betrag erhoben, auch eine Befreiung aus sozialen Gründen sei möglich, sagt Dr. Michael Dorhs, Leiter des Referats „Schule und Unterricht“ im Bildungsdezernat der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck.

Das Bistum Fulda als Träger der Ursulinenschule erhebt für das erste Kind pro Monat ein Schulgeld in Höhe von 50 Euro, für das zweite Kind 30 Euro und das dritte Kind 15 Euro. Für die Monate Juli und August entfällt das Schulgeld. Auf Antrag besteht die Möglichkeit einer Schulgeldbefreiung.

An der Jugenddorf-Christopherusschule in Oberurff wird bis einschließlich 10. Klasse ein Schulgeld von 128 Euro erhoben, ab Klasse 11 sind 140 Euro zu zahlen. Auch an der CJD gibt es eine Ermäßigung für Geschwisterkinder.

An der Melanchthon-Schule soll das Schulgeld sukzessive, beginnend mit den neuen fünften Klassen eingeführt werden, bis nach neun Jahren alle Jahrgänge Schulgeld zahlen. Für Kinder, die bereits die Schule besuchen, ändert sich aufgrund des Bestandschutzes der bestehenden Schulveträge hingegen nichts.

Die Einführung eines Schulgeldes hatte die Synode der Evangelischen Landeskirche im November 2015 beschlossen. Hintergrund ist, dass die Landeskirche bis 2026 insgesamt 25 Prozent ihrer Ausgaben einsparen muss.

Rubriklistenbild: © dpa

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