Neuer Hospiz-Förderverein nimmt Arbeit auf: Vestweber und Dr. Klug an der Spitze

Am Ende willkommen

Gründeten Förderverein: (von links) Kai Krähling, Lothar Vestweber, Dr. Dirk Fellermann, Dr. Reinhard Trolp, Elisabeth Grümer, Rainer Barth, Günther Wolterig und Dr. Joachim Klug. Foto: Rose

Gilserberg. Initiatoren, Investoren und Unterstützer hatten zur Gründungsversammlung eines Hospiz-Fördervereins in die Hochlandhalle Gilserberg eingeladen: Das Hospiz Kellerwald entsteht als Neubau zwischen dem Kernort und Moischeid. Eröffnet werden soll es Ende 2016.

Etwa 2009 entstand der Gedanke, eine stationäre Sterbebegleitung zu installieren. Neben der Ortspolitik, vor allem Altbürgermeister Lothar Vestweber, entwickelten die Hochlandpraxis um Dr. Joachim Klug und der Paritätische Wohlfahrtsverband die Idee weiter, initiiert von der Unternehmerin Elisabeth Grümer aus Castrop-Rauxel. Sie pflegt seit vielen Jahrzehnten die Kontakte ins Gilserberger Hochland.

Zehn Prozent erwirtschaften

Zur Vereinsgründung warb sie für den sich am selben Abend zu gründenden Förderverein. Denn per Gesetz besteht für Hospize eine Unterfinanzierung: Zehn Prozent soll künftig der Verein erwirtschaften. „Der fortlaufende Betrieb der Einrichtung ist jedoch immer gesichert - dafür muss der Betreiber Sorge tragen“, erklärte Günther Woltering, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hessen, der mit einer Tochtergesellschaft das Haus betreiben wird und auch Investor ist.

Das Versorgungsnetz des Hospizes soll künftig breit gefächert sein, erklärte Klug: Kontakte wie zur Seelsorge, zum Förderverein, aber auch zu umliegenden Kliniken, Hausärzten, Onkologen und etwa dem Trauer- und Hospiznetzwerk sollen die Arbeit im Haus mit bereichern. „Die Einrichtung soll weit mehr als eine Seniorenpflegeeinrichtung auch von der Idee getragen sein, dass Menschen aus der Region die Arbeit flankieren, um den Aufenthalt der Gäste würdevoll und angemessen zu gestalten. Es soll eine Kultur des Willkommenseins entstehen“, sagte Woltering.

Geplant sei, neben speziell geschulten Palliativ-Care-Kräften viele ehrenamtliche Hospiz-Helfer für das Projekt zu gewinnen. Bis zu vier Wochen blieben die „Gäste“ in der Einrichtung, für das als Vorlage das Haus von Elisabeth Grümer in Dortmund dient.

Alle Wünsche erfüllen

Die Initiatorin erklärte, dass die Arbeit im Hospiz davon geprägt sein solle, dass Wünsche erfüllt würden und man in Ruhe und Frieden Abschied nehmen könne. Im Anschluss gründete sich der neue Förderverein, an dessen Spitze gleichberechtigt Lothar Vestweber und Dr. Joachim Klug stehen. Zum Schatzmeister wurde Kai Krähling gewählt, zum Schatzmeister Bürgermeister Rainer Barth. Teil des Vorstandes ist auch Günther Woltering. Die Versammlung einigte sich auf einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 48 Euro pro Jahr.

Von Sandra Rose

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