Ergebnisse in sechs bis acht Wochen

Ermittlungen im Fall der ertrunkenen Geschwister in Seigertshausen bald beendet

Seigertshausen. Rund ein Jahr nach dem Ertrinken dreier Geschwisterkinder in einem Dorfteich in Seigershausen stehen die Ermittlungen vor dem Abschluss.

Die Staatsanwaltschaft Marburg rechnet damit, in sechs bis acht Wochen Ergebnisse mitteilen zu können, wie Behördensprecher Oliver Rust sagte. Der Fall hatte landesweit für Aufsehen und Betroffenheit gesorgt. Am Abend des 18. Juni waren die fünf, acht und neun Jahre alten Kinder im Ortsteil Seigertshausen ertrunken - ohne Fremdeinwirkung, wie ermittelt worden war.

Unklar ist bislang, welchen Zweck der Dorfteich erfüllt und ob und wie er hätte gesichert werden können - oder müssen. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "Löschwasserrückhalteteich", Bürgermeister Klemens Olbrich von einem "Fischteich" oder "Freizeitteich", der keines Zaunes bedürfe. Die Staatsanwaltschaft klärt derzeit, ob Sicherungspflichten bestanden haben und wer dafür verantwortlich gewesen wäre.

Auch die Frage, ob die Eltern am Unglückstag ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, steht im Raum. Die Staatsanwaltschaft Marburg führt ein Todesermittlungsverfahren. "Dabei wird auch geprüft, ob jemandem ein Fahrlässigkeitsvorwurf zu machen ist", sagt Sprecher Rust. (dpa)

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