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Zunächst kamen weniger Flüchtlinge aus der Ukraine im Schwalm-Eder-Kreis an, als erwartet

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Von: Maja Yüce

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Sie bereiten alles vor: Bis Dienstag sollen auch die Arbeiten in der Sporthalle in Gudensberg abgeschlossen sein. Jennifer Ring und Anika Schreiber von der Feuerwehr Wichdorf helfen beim Aufstellen der Feldbetten.
Sie bereiten alles vor: Bis Dienstag sollen auch die Arbeiten in der Sporthalle in Gudensberg abgeschlossen sein. Jennifer Ring und Anika Schreiber von der Feuerwehr Wichdorf helfen beim Aufstellen der Feldbetten. © Peter Zerhau

In mehreren Bussen sollten am Donnerstagnachmittag rund 200 geflüchtete Menschen aus der Ukraine im Landkreis ankommen, bis zum Abend waren es dann allerdings deutlich weniger. Etwa 95 Menschen kamen zunächst aus der Erstaufnahme in Gießen beziehungsweise Alsfeld an.

Schwalm-Eder -Die meisten, rund 50 Personen, wurden bis zum Abend in Wohnungen gebracht, die der Landkreis angemietet hat. Etwa 30 Frauen und ihre Kinder erhielten direkt ihre mittelfristige Unterkunft in dem großen Ferienhaus am Neuenhainer See (Carlchens Hütte). „Es sind deutlich mehr Kinder dabei, als wir erwartet hatten“, so Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm. Doch sei man gut vorbereitet gewesen und die Aufnahme habe gut geklappt. Allerdings seien vieles Fragen offen: „Wohnen, Arbeit, Schule“, seien dabei die zentrale Themen.

In der Antreffhalle Willingshausen, wo 164 Feldbetten aufgeschlagen wurden und seit dem Wochenende alles für die Versorgung Dutzender Flüchtlinge bereit ist, hielten sich zunächst nur 13 Personen aus der Ukraine auf. Allerdings wird sich dort rund um die Uhr ein ganzer Stab von Freiwilligen bereithalten, um jederzeit für weitere Busankünfte bereit zu sein, berichtete der Verantwortliche Jan-Henrik Ebers.

Kurz vor dem Einzug der ersten Flüchtlinge in der Antreffhalle: von links Jürgen Kaufmann, Jan-Henrik Ebers und Luca Fritsch.
Kurz vor dem Einzug der ersten Flüchtlinge in der Antreffhalle: von links Jürgen Kaufmann, Jan-Henrik Ebers und Luca Fritsch. © Anne Quehl

Ihm und den 75 Kräften, die die Notunterkunft in Willingshausen als erste im Landkreis aufnahmebereit meldeten, dankten der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann und Bürgermeister Luca Fritsch. Sie erklärten, dass die Einrichtung als vorläufige Unterbringung konzipiert ist, von wo aus die Menschen in Wohnungen und andere große Hallen gebracht werden, wo sie dann längere Zeit bleiben können.

Beide zeigten sich sehr überrascht darüber, dass weniger Busse als angekündigt kamen und auch keine konkreten Ankunftszeiten mitgeteilt worden seien.

Wann dem Landkreis die nächsten Geflüchteten vom Land zugewiesen werden, stehe nicht fest. Sicher sei aber, dass bis dahin nicht viel Zeit vergehen werde. Denn der Krieg in der Ukraine zwinge die Menschen zur Flucht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geht davon aus, dass bereits mehr als eine Million Ukrainer nach Deutschland gekommen sind. Die Verpflegung in den Hallen werde vor Ort von den jeweiligen Kommunen organisiert. „Das funktioniert und dafür sind wir dankbar“, sagt Kreissprecher Stephan Bürger.

Von Anne Quehl und Maja Yüce

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