Der erste Schritt fürs Hospiz ist getan

Gilserberg. Der erste Schritt auf dem Weg ist getan: Am Dienstag setzte die Gilserberger Gemeindevertretung ein Signal für das erste stationäre Hospiz im Schwalm-Eder-Kreis.

Einstimmig sprachen sich die Mandatsträger für Bauleitplanung und Bebauungsplan eines Grundstücks aus, auf dem das Hospiz entstehen soll.

Die Einrichtung für Sterbebegleitung soll am Ortsrand von Gilserberg entstehen (wir berichteten). Der Gemeinde fällt die Aufgabe zu, ein Grundstück bereit zu stellen und zu erschließen. Für den Grundstückskauf am Scheidfeld wurden im Nachtragshaushalt 82.000 Euro und für die Erschließung 52.000 Euro bereit gestellt.

Als Investor agiert der Paritätische Wohlfahrtsverband, dieser führt im Hochland bereits eine Nachsorgeeinrichtung für Suchtkranke. Im Januar 2015 soll zudem ein Förderverein für das Hospiz gegründet werden, an dem auch das Hospiznetzwerk Schwalm-Eder beteiligt werden soll.

Die Idee, in Gilserberg ein Hospiz zu bauen, hatten Altbürgermeister Lothar Vestweber, Landarzt Dr. Joachim Klug, der 32 Jahre lang die Hochlandpraxis führte, sowie Jagdpächterin Elisabeth Grümer, die bereits in Dortmund den Bau einer Einrichtung für Sterbebegleitung vorangetrieben hatte. Das wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung deutlich gemacht. Das Trio setze sich bereits seit fünf Jahren für das Vorhaben ein und ließ nicht locker.

Einig positiv gestimmt zeigten sich die Fraktionen, was die Bewertung des Vorhabens anging: Von einem „Meilenstein“ sprach Martin Dippel, Fraktionsvorsitzender der SPD, das Hospiz sei ein weiterer Teil des sehr gut funktionierenden Gesundheitssystems der Gemeinde. Zuversichtlich zeigte sich Wolfgang Urbanek von der CDU: „Das wird klappen und eine gute Sache werden.“ (cls)

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