Türkisch-Islamische Gemeinde überraschte Zeltstadt-Bewohnern mit leckeren Gerichten

Essen für 500 Flüchtlinge

Warmes Essen für die Flüchtlinge auf dem Knüllkopf: Recep Akdag (Mitte), hat am Samstag orientalische Gerichte für die knapp 500 Bewohner der Zeltstadt in Schwarzenborn serviert. Fotos: Göbel

Schwarzenborn. Um den knapp 500 Flüchtlingen im Zeltcamp in Schwarzenborn eine Freude zu bereiten, hat die Türkisch-Islamische Gemeinde Borken sie zum Opferfest-Wochenende am Samstag mit warmen Gerichten aus der heimischen Küche überrascht. Auch am vergangenen Donnerstag, zum Beginn des Opferfestes, hatte die Gemeinde bereits warmes Essen für die Flüchtlinge auf dem Knüllkopf gespendet. Daran beteiligt waren auch die Türkisch-Islamischen Gemeinden aus Melsungen und Felsberg.

„Wir möchten, dass sich die Menschen hier wohlfühlen. Die Flüchtlinge im Camp bekommen meist ausschließlich kalte Speisen, deshalb wollten wir als Gemeinde helfen und ihnen mit warmen Essen in gemütlicher Atmosphäre eine Freude bereiten“, sagte Recep Akdag, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde Borken. Das Büfett hat die Gemeinde über einen türkische Catering-Firma aus Kassel zum Einkaufspreis bekommen. Das Essen wird aus Spenden der Gemeindemitglieder finanziert.

Gereicht wurden traditionelle Gerichte aus der orientalischen und mittelöstlichen Küche, Linsensuppe mit Fladenbrot, dazu Reis und als Nachspeise himmlisch-süßes Baklava-Gebäck.

Die Flüchtlinge genossen den Nachmittag offensichtlich. Nach dem Essen blieben viele noch zusammen, unterhielten sich oder genossen einfach die entspannte Atmosphäre. „Wir haben leider nicht viel Abwechslung“, sagte ein Flüchtling, der aus Damaskus stammt.

Auch nach dem Opferfest will die Türkisch-Islamische Gemeinde die Flüchtlinge in Schwarzenborn weiter mit warmen Essen versorgen. Angedacht ist, so Akdag, dass die Gemeinde einmal pro Woche warmes Essen bereitstellt. Auch Gebetsteppiche und warme Winterkleidung hat die Gemeinde gespendet. „Wir wollen dazu beitragen, auf dem Weg der Willkommenskultur zu bleiben, denn sonst könnten sich Nazis und Rassisten gestärkt fühlen. Das dürfen wir nicht zulassen“, appellierte Akdag.

Von Daniel Göbel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.