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Ex-Genesis Sänger Ray Wilson begeisterte in Merzhausen

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Ray Wilson in der Antreffhalle: Der Sänger, links, ließ seinen Mitmusikern während des Konzerts in der Antreffhalle ausreichend Raum zur Entfaltung, hier Marcin Kajper am Saxophon.
Ray Wilson in der Antreffhalle: Der Sänger, links, ließ seinen Mitmusikern während des Konzerts in der Antreffhalle ausreichend Raum zur Entfaltung, hier Marcin Kajper am Saxophon. © Jürgen Gemmerich

Wer es nicht besser wusste, der konnte annehmen, dass am Freitag in Merzhausen Genesis spielte. Es war fast wie bei einem Auftritt der Kultband.

Merzhausen – Ray Wilson, der nach dem Abschied von Phil Collins Sänger bei Genesis war, trat auf der Bühne der Antreffhalle auf. Nach der Umbaupause eröffnete Ray Wilson die „Genesis Classics“ mit einem eigenen Song. Markant und kraftvoll ist Wilsons Stimme. Neben den Klassikern wie „Carpet Crawlers“ und „Land of Confusion“ von Genesis singt er „Another day in Paradise“ sowie „In the Air Tonight“ von Phil Collins, interpretiert „Heroes“ von David Bowie. Sein warmer, ausdrucksstarker Gesang begeistert.

Ray Wilsons Musik ist Balsam für die Seele: Im Publikum sind viele,die mit diesen Songs aufgewachsen sind. Genau wegen dieser Lieder sind sie gekommen und singen textsicher mit. Geschickt kombiniert Wilson eigene Songs aus verschiedenen Schaffensphasen damit.

Der Sänger Ray Wilson brachte das Publikum zum Mitsingen.
Der Sänger Ray Wilson brachte das Publikum zum Mitsingen. © Privat

Die Band besteht aus Ray Wilson, Gesang/Gitarre), seinem Bruder Steve Wilson (Gesang/Gitarre), Kool Lyczek (Klavier/Keyboards), Marcin Kajper (Bass, Saxophon, Flöte, Klarinette), Mario Kosel (Schlagzeug, Percussion) und Alicja Chrzaszcz (Violine). Wilson lässt jedem seiner ausgezeichneten Mitmusiker im Verlauf des Konzertes genügend Raum sich zu präsentieren.

Viele kennen ihn nur aus den drei Jahren als Leadsänger von Genesis. Tatsächlich ist Ray Wilson seit 2001 als Solokünstler unter seinem eigenen Namen aktiv. Er hat auf mittlerweile 22 veröffentlichten Alben hervorragende Songs geschrieben und gilt inzwischen als einer der renommiertesten Sänger der Progressive-Rock-Szene.

Er ist das, was man einen bodenständigen, Rock-‘n’ Roll-Arbeiter nennt und ist bekannt für seine starke Bühnenpräsenz und begeisternden Auftritte. Er bestreitet im Jahr etwa 100 Konzerte in verschiedenen Ländern. Ray Wilson, am 8. September 1968 in Dumfries, Schottland geboren, lebt seit 2008 „der Liebe wegen“ mit seiner Freundin Gosia in Poznan (Polen).

Den Abend eröffnete vor Ray Wilson die Steven Stealer Band. Mit ihrer an diesem Tag unbändigen Spielfreude, fegte sie geradezu durch die bekannten Superhits des Classic Rock. Das Publikum ging begeistert mit. Opener war Van Halens „Jump“. Es folgten, unter anderem, Hits von Survivor, Supertramp, Eric Clapton, Deep Purple und Jethro Tull.

Zur Zugabe erscheint Ray Wilson zunächst allein mit einer Akustikgitarre und eröffnet dem verblüfften Publikum: „Wir wollen jetzt ein wenig gemeinsam singen“. Und so singen wir „Im on Fire“ und „Blowing in the Wind“. Während „Knockin’ On Heaven’s Door“ kommt die Band auf die Bühne zurück und gibt noch einmal alles.

Das sagt der Veranstalter

„Ein tolles rundes Event! Schade für alle, die nicht dabei waren.“ Sagte Veranstalter Thorsten Laabs ein wenig abgekämpft, dennoch sichtlich zufrieden. Eigentlich hatte er sich gewünscht, dass der Ausnahmesänger Ray Wilson zu seinem 60. Geburtstag auftritt. Zunächst vereitelten jedoch die Pandemie-Beschränkungen und später Ray Wilsons Corona-Infektion diesen Plan. Folgerichtig wurde die Geburtstagsfeier auf den Konzerttermin verlegt. Laabs hat die Veranstaltungsreihe „Die Schwalm Rockt!“ Im Jahr 2011 mit dem Ziel ins Leben gerufen bekannte Künstler in die Schwalm zu holen. In diesem Herbst trat bereits Chris Norman, ehemals Sänger und Gitarrist der britischen Pop-/Rockband Smokie in der Antreffhalle auf. Am 12. November wird The Sweet auf ihrer „The Show must Go on-Tour 2022“ in Ziegenhain haltmachen.  VON JÜRGEN GEMMERICH

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