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Ex-Smokie Chris Norman mit Band bei „Die Schwalm rockt“

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Chris Norman, hier neben Gitarrist Geoff Carline, brachte die Antreffhalle zum Beben. Teilweise reisten Konzertbesucher aus Niedersachsen und Bayern an.
Chris Norman, hier neben Gitarrist Geoff Carline, brachte die Antreffhalle zum Beben. Teilweise reisten Konzertbesucher aus Niedersachsen und Bayern an. © PHILIPP KNOCH

Chris Norman nahm die Fans in merzhausen mit auf eine Zeitreise mit Hit-Euphorie. Der Ex-Sänger von Smokie trat bei „Die Schwalm rockt“ auf.

Willingshausen – Die Fans strömten nach Merzhausen in die Antreffhalle, Parkplätze waren im weiteren Umkreis kaum zu finden: Chris Norman, ehemals Leadsänger und das Gesicht von Smokie, hatte sich mit seiner Band für die 14. Auflage von „Die Schwalm rockt“ angekündigt.

Nebelschwaden, von der Vorband, der Steven Steeler Band verursacht, schweben noch durch die Halle, alle Besucher freuen sich auf den Star eines ganz besonderen Abends. „Für gute Musik ist man nie zu jung“, gibt der fröhliche Veranstalter, Thorsten Laabs, dem jungen HNA-Reporter mit. Der 60-Jährige freut sich, Chris Norman zusammen mit seiner Band für „Die Schwalm rockt“ gewonnen zu haben. „Eigentlich waren Smokie nie meine Musik, aber mit der Zeit hab ich immer mehr Gefallen an ihren Liedern gefunden.“

Chris Norman war als Sänger und Gitarrist Teil der britischen Pop-Rockgruppe Smokie. Ihre erfolgreichste Zeit hatte die Band in den späten 1970er-Jahren. 1982 trennte sich Norman von Smokie. Er blieb als Solokünstler weiterhin aktiv und hat bis heute mehr als 20 Alben veröffentlicht. Des Weiteren ist er auch als Musikproduzent tätig. In Erinnerung blieb er nach seiner Smokie-Zeit in Deutschland vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen, die zwei Tatort-Folgen mit Schimanski musikalisch untermalte.

Konzert ist fast ausverkauft

„Ein paar Stehplatzkarten hätten wir noch verkaufen können“, berichtete Laabs, dicht besetzt waren die Sitzreihen vorn bei dem pandemiebedingt zwei Mal verschobenen Konzert. Alle Musikliebhaber wurden nicht enttäuscht. Schon direkt zu Beginn herrschte eine großartige Stimmung. „Guten Abend, it‘s great to be in Willingshausen“, begrüßte der Sänger seine Fans. „We climax to soon“, wir nähern uns zu früh dem Höhepunkt, musste Norman sein Publikum gleich ein wenig zurückpfeifen. Das war bereits bei seinem ersten Hit enthusiastisch auf die doch sehr kleine Tanzfläche gedrängt, um Sänger und Band zu feiern.

Im Verlauf des Konzerts gab es dann alle großen Lieder von Smokie. Ob „Living Next Door to Alice“, „Lay Back in the Arms of Someone“ oder „Stumblin‘ In“, das Duett von Chris Norman und Suzi Quattro: Alle Nummer-Eins-Hits von Smokie fanden ihren Platz. Chris Norman spielte aber auch Titel aus seiner langen Solokarriere. Er veröffentlicht bis heute Studioalben.

Mehr als nur Musik

Immer wieder animierte Norman sein Publikum zum Klatschen und Mitsingen. Schnell fanden sich Tanzpartner, die sich zu den Hits der Siebziger um sich selbst drehten. Viele Zuschauer kannten Smokie noch aus ihrer Jugend. Ehepaare schmiegten sich voller Erinnerung aneinander. Zwischen seinen Liedern erzählte Norman routiniert die ein oder andere Anekdote.

In Anlehnung an Freddie Mercurys legendäre Auftritte gab Norman Lautfolgen vor, die das Publikum wiederholen musste. „Eeeeeeeeeeow“, intonierte der Sänger, genauso schallte es dem Sänger wieder entgegen. Nach gut zwei Stunden verabschiedeten sich Chris Norman und seine Band, nicht ohne eine Zugabe gespielt zu haben. VON PHILIPP KNOCH

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