Musik aus vielen Kehlen - 110 Sänger trafen sich in Röllshausen zum Chorworkshop

Explosion der Sangesfreude

Freude am Gesang: Ein Wochenende lang trafen sich Sänger zum Chorworkshop in Röllshausen. Unter Leitung von Erik Sohn gabe es ein Abschlusskonzert. Fotos:  Decker

Röllshausen. Mit einem einstündigen Abschlusskonzert endete am Sonntagnachmittag der 12. Chorworkshop in Röllshausen. 110 Sänger hatten sich auf Einladung des Chores Mundwerk ein Wochenende lang mit den Feinheiten der Rhythmik und unterschiedlicher Stilrichtungen der Chormusik beschäftigt. Der gastgebende Chor Mundwerk sang zu Beginn zwei Folkstücke aus dem angelsächsischen Raum, die mit ihrer Dynamik sehr überzeugend vom leisen Piano zum lauten Forte immer wieder wechselten.

Extra für das Konzert hatte sich die Formation „New Happy Harmonists“ mit einer Frau und fünf Männern zusammengefunden, die mit viel Charme ihr Können zeigten. Mit dem Stück „Ein Freund, ein guter Freund“ kamen sie ihrem Vorbild der Comedian Harmonists sehr nah. Begeistert bedankte sich das Publikum mit einem kräftigen Applaus, bevor der große Chor der 110 Workshopteilnehmer die Bühne betrat.

Mit dem Lied „Du hast´n Freund in mir“ von Klaus Lage aus dem Film Toy Story präsentierte der Chor ein deutlich moderneres Werk zum Thema Freundschaft. Erik Sohn, Professor an der Hochschule für Musik und Tanz, dirigierte die große Gruppe mit sparsamen Gesten. Obwohl sich die Sänger an diesem Wochenende zum ersten Mal zum gemeinsamen Singen getroffen hatten, wirkte ihr Auftritt weder laienhaft noch provisorisch. Im Gegenteil: Die Stimmen hörten aufeinander und harmonierten. Selbst das Lied „He is always close to you“, welches im ungewohnten 6/8-Takt gesetzt ist, meisterten sie hervorragend.

Erfahrener Dirigent

Die langjährige Erfahrung Sohns als Coach für Chöre und Vokalensembles fiel in der Schwalm hörbar auf fruchtbaren Boden. Mit viel Tempo und fröhlichen Gesten endete das Konzert mit dem Stück „Dynamite“. Und so wirkte das Konzert auch auf die Zuhörer wie eine gelungene Explosion der Sangesfreude. Ein lang anhaltender Applaus des Publikums und der Ruf nach einer Zugabe war der Dank an die zahlreichen Sänger und den Dirigenten. 

Von Christiane Decker

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