Blasorchester Schwalmstadt startete beim Neujahrskonzert zur Tour durch die Musik

Explosive Klangreise

Schwalmstadt. Ein knapp dreistündiger Musikgenuss bot sich am Sonntag den Besuchern in der Treysaer Festhalle. Das Blasorchester Schwalmstadt hatte zum Neujahrskonzert eingeladen. Dabei freuten sich die Musiker diesmal über die überaus große Resonanz: Im Saal war kaum noch ein Plätzchen frei, zudem genossen viele Gäste den Blick von der Empore.

Wie gewohnt lenkte Stefan Todt kurzweilig durch das Programm. Mit Dr. Karsten Heyner hat das Blasorchester seit vielen Jahren einen kreativen Leiter gefunden. Und so erwies sich das Orchester als ausgesprochen wandelbar.

Im ersten, konzertanten Teil war die Auswahl sakral geprägt, im zweiten Teil umfasste das Repertoire Klassiker, aber auch Rock, Pop und Swing. Dazu hatte das Blasorchester ein Gewinnspiel organisiert – hierbei galt es, das Gewicht eines Tuba-Mundstücks zu schätzen. Der Erlös des Spiels ging an den Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde. Der Gewinner - Klaus Schubert aus Treysa - darf sich über ein baldiges Ständchen nach Wunsch freuen.

Zur Tradition gehört bei den Musikern nicht nur das Neujahrskonzert selbst, auch der Auftakt mit flotter Marschmusik ist für die Truppe ein Muss: Mit Beethovens „York´scher Marsch“ begann die klangvolle Reise. Opulent erstrahlte der Sängerwettstreit aus dem „Tannhäuser“. Als reine Fiktion erwies sich die Zeichnung Viktor Hartmanns eines großen Tores in Kiew. Die Idee vertonte Mussorgsky nach dessen Tod. Nicht fehlen durfte Wagners Marsch aus den „Nibelungen“.

Ein neues Arrangement von der Wertungsspielliste für Blasorchester stellte das Tongedicht „Abraham“ dar, das die Zerrissenheit Abrahams, den eigenen Sohn zu opfern, widerspiegelte. Einen Ausflug in die Romantik unternahmen die Musiker mit Verdis „Nabucco“. Als Würdigung an Udo Jürgens hatte das Orchester ein Medley ins Programm aufgenommen.

Nach der Pause swingten sie Akteure und Gäste mit „Tico-Tico“ ein, wandelten auf den Spuren Neil Diamonds, griffen mit „Stardust“ nach himmlischen Spähren und begleiteten „Westernhagen on Tour“. Die Gäste honorierten die explosive Klangreise mit lang anhaltendem Applaus.

Von Sandra Rose

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