Kulturprojekt Giselle Tszara feierte den Saisonstart mit Kunst-Kultur- und Musikfest

Ein Fest für alle Sinne

Stickten am Frauenweltenteppich: von links Christiane Kranz und Jutta Richter.

Gungelshausen. Ein Fest, das alle Sinne ansprach, erlebten am Sonntag die Besucher des Kulturprojektes Giselle Tszara. Zahlreiche Künstler aus nah und fern luden mit ihren Werken zum Sehen und Staunen ein.

Ob individuelle Schmuckstücke vom Erbehof aus Willingshausen, Fotografien des Schwalmstädters Alexander Schenk von seinen Nepalreisen, Gemälde von Therese Schütz aus Gilserberg oder Lampen aus Straußeneiern und Tücher aus Indien – an jedem Stand verweilten die Gäste und betrachteten die feinen Kunstwerke. Kleine Tiere aus Ästen, ungewöhnliche Kerzenkreationen und farbenfrohe Kleidungsstücke fanden zahlreiche Bewunderer.

Zum Fühlen und Mitmachen lud eine Fraueninitiative aus Stockhausen ein. Seit 15 Jahren sticken sie an einem Weltenteppich, der das Leben von Frauen in den Mittelpunkt stellt. Wer wollte, durfte sich an das große Leinentuch setzen und selbst Nadel und Faden in die Hand nehmen, um die prachtvolle Arbeit mit weiteren Farben zu schmücken.

Kreativ waren im Laufe des Nachmittags auch viele Kinder, die unter der Anleitung des Wachskünstlers Hans Schrewe ihre eigenen Kerzen zogen. Mit viel Geduld tauchten sie immer wieder ihre entstehenden Kerzen in den flüssigen Wachs. Nach einer guten halben Stunde hatte sich genügend Brennstoff um den Docht angesammelt und die Kinder konnten ihre fast fertigen Kerzen zum Abschluss in roten, grünen, blauen oder lila Wachs eintauchen.

Verführerischer Duft-Mix

Einen verführerischen Duft-Mix aus Rosen, Vanille und weiteren Geruchsnoten verströmten die zahlreich ausgestellten Kerzen im neuen großen Caféraum. Im Garten spielte derweil die Gruppe Poeta Magiga mittelalterliche Musik und Folk mit einer Nyckelharpa, einer schwedischen Tastenfidel.

An einem mittelalterlich angehauchten Weinstand konnten die Erwachsenen Met und andere Weine kosten, während die Kinder an einer Burg ihr Können im Armbrustschießen erproben konnten.

Kaffee und Kuchen, gespendet von vielen Frauen aus Gungelshausen, luden zu einer Pause in dem gemütlich eingerichteten Café ein. „Ich bin wirklich froh, dass so viele Künstler und Besucher heute hierher gekommen sind“, sagte Initiator Hans Schrewe, „wir wollen mit unserem Kulturprojekt viele Menschen ansprechen.“

Von Christiane Decker

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