Kirchenkreis stellt mit Christine-Ann Raesch eine hauptamtliche Koordinatorin ein

Feste Stelle für Hospizarbeit

Schwalm. Der Evangelische Kirchenkreis Ziegenhain hat eine hauptamtliche Stelle im Bereich der Hospizarbeit eingerichtet. Mit dieser Stelle zur Koordination der ambulanten Hospizarbeit für die Hospizgruppen Frielendorf, Neukirchen und Treysa will die Kirche ein Zeichen setzen. Als Koordinatorin angestellt wird Christine-Ann Raesch aus Kassel.

Gebürtig 1959 im Rheinland hat sie Evangelische Theologie und Erziehungswissenschaften in Marburg studiert und dort ihre Studien 1984 als Diplompädagogin abgeschlossen. Im Schwalm-Eder-Kreis war sie bereits in Frielendorf tätig und baute dort eine kirchliche Beratungsstelle in Kooperation mit der Kommune auf und erweiterte die vorhandene Lernkreisarbeit mit den Schulen in Verna, Großropperhausen, Obergrenzebach.

Die Aufgaben der Koordinatorin sind u.a. die psychsoziale Beratung der Betroffenen, wenn gewünscht natürlich zuhause, Einsatzplanung der Ehrenamtlichen und deren Begleitung, Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen, Organisation der Qualifizierung und laufenden Fortbildungen der Hospizbegleiter, ebenso wie Planung und Durchführung von Aktionen und Veranstaltungen, die den Hospiz- und Palliativgedanken in der Öffentlichkeit verbreiten.

Kirche in der Verantwortung

Der Kirchenkreis Ziegenhain übernehme mit der Einrichtung der Stelle gesellschaftspolitische Verantwortung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im vertrauten Umfeld bleiben

Ein Hauptanliegen sei es, dass mehr Menschen die Möglichkeit erhalten sollen, in dem ihnen vertrauten Umfeld trotz schwerer Erkrankung bleiben zu können. Die Kirche möchte ihren Beitrag dazu leisten, dass Leben bis zuletzt mit Lebensqualität in Verbindung gebracht werden. Trotz hohen Alters oder schlimmer Erkrankung sollen Menschen nicht aus der in den Gemeinden und Städten gelebten Gemeinschaft herausfallen.

Entlastung für Angehörige

Damit Betroffene wie Angehörige so viel Unterstützung, Entlastung und Begleitung erhalten wie sie brauchen, seien eine gute Vernetzung und transparente Kommunikationsstrukturen in der Begleitung Sterbender nötig. Raesch: „Alle Beteiligten an einem Sterbeprozess müssen so viel Unterstützung, Entlastung und Begleitung wie gewünscht erhalten. Es muss darum gehen, so viel Lebensqualität wie möglich zu schaffen. Mein wesentliches Anliegen ist es daher auch, für eine gute Vernetzung und transparente Kommunikationsstrukturen im Arbeitsfeld zu sorgen.“

Raesch stellt sich und ihre neuen Aufgabenfelder im Dienstagsbistro Hephata am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr, vor, Café Oase, Elisabeth-Seitz-Straße 2.(syg)

• Dienstagsbistro Hephata, morgiger Dienstag, 9. Juni, ab 19 Uhr, Café Oase

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